Denn der Kinderschutzbund Schaumburg (KSB) packt in der Niedernstraße bereits seine Sachen. Sie sind die ersten, die ihre Räume im Familienzentrum beziehen. Die Möbel warten darauf, ihren neuen Platz zu finden.
Nur in Kooperation mit der Jugendwerkstatt Hülshagen war es dem Kinderschutzbund Schaumburg möglich, die hohen Räume des gut 100 Jahre alten Hauses an der Bahnhofstraße zu renovieren. Gleichzeitig hatte die Jugendwerkstatt mit dieser Aufgabe ein seltenes Großprojekt, das für die jungen Menschen eine echte Chance ist.
Zehn Teilnehmer absolvieren ihre ABM-Zeit in der Jugendwerkstatt, lernen Pünktlichkeit, Verlässlichkeit und Sauberkeit im Beruf kennen. Theoretisch zunächst. Doch mit einem solchen Projekt kommen sie gemeinsam mit ihrem Meister heraus und schnuppern in die wirkliche Arbeitswelt. „Wir müssen am 29. Februar einfach fertig sein. Da kommt Zeitdruck auf,” erklärt Evelyn Zumbrägel von der Jugendwerkstatt. Doch die jungen Menschen seien voll bei der Sache, berichtet die Leiterin aus den letzten zwei Wochen. Die Fehlzeiten seien deutlich niedriger als sonst und die Jugendlichen sind stolz auf ihr Tagwerk. Zu Recht. Denn sie haben unter der Leitung von Meister Dieter Köllner solide Arbeit geleistet.
Auch Jörg Rummel vom Kinderschutzbund Schaumburg ist begeistert „von der fachlich guten Arbeit und dem großen Engagement.” Für den KSB ist der Umzug ein „Wahnsinns Schub”, so Rummel. Das bisherige Angebot des KSB mit Pekip, mobiler psychosozialer Beratung und Spielkreisen kann nun erweitert werden. Mehr Platz zum Spielen, Begegnen und Reden gibt es. Aber auch Stauraum für Spielzeug und ruhige Zimmer für die individuelle Beratung.
Der KSB wartet derzeit auf die Zusage von Fördermitteln, mit denen er sein Angebot für Eltern und Kinder noch einmal erweitern kann. „Opstapje” heißt das Programm. Mitarbeiter gehen gezielt in die Familien und unterstützen Kleinkinder und Eltern in ihrem täglichen Miteinander. Ganz früh setzt dieses Modul an.
Am 3. März will der Kinderschutzbund Schaumburg seine Arbeit in den neuen Räumen aufnehmen. Die Jugendlichen aus Hülshagen werden sicher ihrem guten Ruf alle Ehre machen und bis dahin die hellen freundlichen Räume fertig haben. Foto: ih