Mit den jetzt ansteigenden Temperaturen setzten, wie in jedem Jahr, wieder die Wanderbewegungen der Amphibien (Kröten, Frösche, Molche) zu ihren Leichgewässern ein. In vielen Fällen ist dieses für die Tiere mit dem Überqueren von Straßen verbunden.
Die Wanderbewegungen erstrecken sich über einige Wochen. Voraussetzungen sind Wärme und Feuchtigkeit, wobei nochmals plötzlich eintretende Kälteeinbrüche den Zeitraum verlängern könnten. Konzentriert treten diese Wanderungen in den Abendstunden beziehungsweise Nächten auf. Die langsame Fortbewegungsart der Tiere führt dazu, dass etliche hundert Amphibien auf unseren Straße jährlich totgefahren werden.
Um dieses zu vermeiden, werden provisorische Schutzanlagen an Straßen errichtet. Dieses geschieht durch Aufstellen von Amphibienschutzzäunen. Tägliches Absammeln ist dringend erforderlich. Die Naturschutzbehörde bittet alle Autofahrer, an solchen Strecken die Geschwindigkeit anzupassen und Rücksicht zu nehmen, um die Betreuer bei ihrer Arbeit nicht zu gefährden. Einige Straßenverläufe im Landkreis Schaumburg sind besonders stark von den Wanderbewegungen betroffen.
Da in diesen Fällen anderweitige Schutzmaßnahmen durch ehrenamtliche Mitarbeiter nicht geleistet werden können, wird beim Einsatz der sogenannten „Amphibienleichwanderung” eine Sperrung der Strecken für cirka drei bis vier Wochen in den Nachtstunden angeordnet.