Nach dem Willen der großen Feuerwehrführer in Kreis und Land hätte es die sogenannten „Eimerfestspiele” eigentlich gar nicht mehr geben dürfen, denn nach Einführung der neuen Wettkampfrichtlinien sind die Eimerspiele Feuerwehrnostalgie. Doch in Hohenrode hegt und pflegt man sie und liefert sich Jahr für Jahr spannende Rennen in der Hünenburgarena.
Durch das verstärkte Engagement der Hohenroder haben sich die Traditionswettkämpfe einen festen Platz im Feuerwehrkalender erobert und auch in diesem Jahr wurde wieder der „Meister” gesucht und auch gefunden.
23 Gruppen meldeten ihren Anspruch auf den Titel an und versuchten, so schnell wie möglich ihr Löschgerät in Stellung zu bringen, um drei mit Wasser gefüllte Kanister durch Druck aus drei Strahlrohren vom Sockel zu fegen. Am Ende waren es die sieggewohnten Blauröcke von Rannenberg 1 vor Möllenbeck und Rannenberg II, die den Wanderpokal mit nach Hause nehmen konnten.
Die beiden Frauengruppen aus Antendorf und Bensen landeten Achtungserfolge auf den Plätzen 15 und 21.
Die Hohenroder Jugendfeuerwehr richtete zu ihrem 25. Geburtstag einen Orientierungsmarsch aus. Die Mädchen und Jungen der neun Gäste-Gruppen hatten dabei ihren eigenen Start- und Ziel-Ort neben dem Frühschoppen-Festplatz der Erwachsenen. Gewinner des Nachwuchswettberbs war das Team aus Krankenhagen.
Mit Michael Drewnitzky, Olaf Meyer, Sabine Sasse, Anke Rothe, Olaf Drewnitzky sowie Anja Korf waren auch mehrere Gründungsmitglieder der Jugendfeuerwehr beim Jubiläum mit dabei. Susanne Sasse war sogar aus ihrem heutigen Wohnort Hamburg angereist.
Das der Spaß beim Feiern der Feuerwehr im Vordergrund steht, ist klar; doch das ist noch lange nicht alles im Feuerwehrleben: „Männer und Frauen im aktiven Dienst werden immer wieder mit Einsatzsituationen konfrontiert, die sie an die Grenze der Belastbarkeit bringen”, stellte Rainer Kuhlmann als stellvertretender Kreisbrandmeister dar. Den Hohenroder Feuerwehrleuten selber stand dabei der schwere Verkehrsunfall am östlichen Ortsausgang mit inzwischen zwei Todesfolgen noch deutlich vor Augen. Diskussionen über die Zusammenlegung kleinerer Ortsfeuerwehren seien dabei nicht angebracht, so Kuhlmann weiter, denn: „Das bedeutet am Ende weniger Mitglieder und weniger Engagement im Ehrenamt.” Rintelns stellvertretender Bürgermeister Karl Lange drückte es noch deutlicher aus: „Wer daran denkt, die Ortsfeuerwehren abzuschaffen, der sollte mal den Arzt wechseln!”
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