Hameln-Pyrmonts Landrat Rüdiger Butte, derzeitiger Sprecher der REK Weserbergland plus: „Als Wirtschaftsfaktor gewinnen die Bioenergien zunehmend an Bedeutung. In deren Ausbau liegt ein großes Potential für unsere Region.” Aus diesem Grund haben sich die beteiligten Landkreise für eine Bewerbung als „Bioenergie-Region” entschieden. Bereits im Februar startete das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gemeinsam mit seinem Projektträger, der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., den Wettbewerb „Bioenergie-Regionen”. Gesucht werden regionale Zusammenschlüsse vom Dorf bis zur Großregion, die innovative Wege einschlagen und Bioenergie zur Deckung ihres Energiebedarfes nutzen wollen. Am 30. Juni endete die erste Bewerbungsphase mit großer Resonanz. Insgesamt 210 Regionen, darunter einzelne Gemeinden und auch Großregionen aus ganz Deutschland, haben sich mit ihrer Ideenskizze für die Teilnahme am Wettbewerb Bioenergie-Regionen beworben. Von allen Bewerbern erhalten 30 Regionen die Chance, ihre Ideenskizze für die zweite Bewerbungsrunde zu einem regionalen Entwicklungskonzept auszuarbeiten. Anfang des Jahres 2009 werden aus den ausgearbeiteten Regionalen Entwicklungskonzepten dieser 30 Regionen die 16 ausgewählt werden, die für die Umsetzung ihres Regionalen Bioenergiekonzeptes mit jeweils bis zu 400.000 Euro gefördert werden können.
Um die Auswahlchancen zu erhöhen, bat die Weserbergland AG die regionalen Akteure um Unterstützung. Dieser Aufruf stieß auf eine hohe Resonanz. Über 30 Unternehmen und Institutionen erklärten ihre Mithilfe in einem „Letter of Intent”. Auch zahlreiche Bürgermeister aus den Landkreisen Hameln, Holzminden, Nienburg und Schaumburg zeigten ihre Unterstützungsbereitschaft. Beim diesjährigen Treffen der REK Weserbergland plus mit den Vertretern des Städte- und Gemeindebundes übereichten feierlich die Wirtschaftsförderer der vier REK-Landkreise Angela Schürzeberg, Ewald Freese, Andreas Manz und Dietrich Pagels dem Vorstand der Weserbergland AG Hans-Ulrich Born 20 unterzeichnete „Erklärungen von Rohdental”. Die Vertreter der Kommunen erklären darin, dass sie dem Klimaschutz und einer nachhaltigen Energieversorgung unter Nutzung unserer regionalen Ressourcen größte Bedeutung zu messen und im Ausbau der Bioenergien wir ein großes lokales wie regionales Wertschöpfungspotential sehen. Die geplante Bewerbung als „Bioenergieregion Weserbergland plus” unterstützen sie deshalb ausdrücklich. Die breite regionale Unterstützung bietet gute Voraussetzungen für den Erfolg der Bewerbung. Nun hoffen die Beteiligten, dass das REK-Gebiet zu einer der ausgewählten Bioenergie-Regionen gehören wird. Weitere Informationen sind auf den Webseiten www.rek-weserbergland.de und www.weserberglandag.de.