Die brasilianische Sängerin Marcia Bittencourt und ihre Band „JamboRio” indessen legten gleich von der ersten Minute mit einem Feuerwerk lateinamerikanisch-tropischer Lebensfreude los - mit Bossa Nova, Samba, Sambareggae und Baiao: „Musica Popular Brasileiro”, wie die „Volksmusik” in Brasilien halt heißt. Zu hören gab es ebenso Eigenkompositionen wie Arrangements von Gal Costa, Daniela Mercury, Gilberto Gil und Großmeister Antonio Carlos Jobim. Die sympathische Vokalistin sang und tanzte dabei nicht nur, sondern übersetzte auch die poetischen Songtexte - und schließlich gelang es ihr sogar, das überwiegend nicht mehr so ganz junge Publikum zum Mitsingen zu animieren. Da war dann der Bann tatsächlich endgültig gebrochen, und die bis dato vor und unter den Stühlen ruhenden Füße fingen mählich an zu zuscken und zu wippen. Eher ungewöhnlich für ein „südamerikanisches” Sextett: Die drei Männer mit den verdächtig deutschen Namen, Jürgen Winkler (Gitarre), Oliver Seegers (Bass) und Peter Lomba (Schlagzeug), spielten nur die zweite „Geige” im Ensemble - in der ersten Reihe sorgten allein die drei Damen, neben Marcia Bittencourt Sigrun Krüger (Saxophon, Querflöte und Klarinette) und Uli
Bahia (Perkussion), für die gelungene Show. Foto: km