Prof. Bernhard Haas aus Stuttgart spielt am Sonntag, dem 23. November um 17 Uhr den Zyklus „Les corps glorieux” (Die erklärten Leiber) aus dem Jahr 1939. Messiaen bezeichnet im Untertitel dieses Werk als „sieben kurze Visionen des Lebens der Auferstandenen”. Dieser Zyklus ist das eigenwilligste der früheren Orgelwerke Messiaens. Im Mittelpunkt steht mit dem Satz „Der Kampf zwischen Leben und Tod” ein großes sinfonisches Fresko, das auf geradezu spektakuläre Weise den Kampf Christi mit den Mächten der Unterwelt schildert. Bernhard Haas lehrt an der Musikhochschule in Stuttgart und gehört zu den bedeutendsten Organisten unserer Zeit.
Am Freitag, dem 12. Dezember um 19 Uhr wird der Messiaen-Zyklus mit einem Gemeinschaftsprojekt der Musikhochschulen Hannover und Weimar beschlossen. Studierende der Orgelklassen von Prof. Pier Damiano Peretti und Prof. Michael Kapsner spielen Messiaens letztes und umfangreichstes Orgelwerk „Livre du Saint Sacrement” (Buch des Heiligen Sakraments) aus dem Jahr 1984. Zu diesem Werk gibt Christian Richter am Mittwoch, 10. Dezember um 20 Uhr eine Einführung in der Alten Lateinschule am Kirchhof.
Ab dem 21. November bis zum 14. Dezember ist in der Martini-Kirche eine Ausstellung zu Leben und Werk von Olivier Messiaen zu sehen, die vom Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Münster gestaltet wurde. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag von 13 bis 17 Uhr, am Samstag von 10 bis 14 Uhr und am Sonntag von 13 bis 17 Uhr. Der Messiaen-Zyklus Stadthagen 2008 wird gefördert durch die Niedersächsische Lottostiftung, die Niedersächsische Sparkassenstiftung, die Sparkasse Schaumburg und die Schaumburger Landschaft mit Landesmitteln. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, bei den Konzerten wird um Spenden gebeten.