Der Präsident der Landeskirche, Sebastian Geisler, stellte den Synodalen während der Haushaltsberatungen die notwendigen Baumaßnahmen vor. Es gebe einen Sanierungsstau, bestätigte auch Pressesprecher Joseph Kalkusch. Neben Heizung, Installationen und Brandschutzauflagen stehe vor allem der barrierefreie Zugang zu den Diensträumen im Landeskirchenamt an.
Auch Denkmalschutzbestimmungen müssten bedacht werden. 75000 Euro wurden für die Planungskosten veranschlagt. Die übrigen 675000 Euro wurden vorsorglich eingeplant und sind zunächst gesperrt.
Während der Diskussion im Anschluss an die vorgestellten Pläne gab es verschiedene Standpunkte. Neben einem Umzug habe es Überlegungen gegeben, auf einen Neubau zuzugehen, so Kalkusch.
Die Synodalen beschlossen, den Landeskirchenrat als Bauausschuss für das Mammutprojekt einzusetzen. Fachleute sollen bei den Beratungen und Planungen hinzugezogen werden. Die Synode berät in der Frühjahrstagung am 8. und 9. Mai 2009 erneut über einer der größten angedachten Sanierungsmaßnahmen in der Landeskirche Schaumburg-Lippe. Insgesamt sieht der Haushalt 2009 Einnahmen und Ausgaben in Höhe von rund 10,7 Millionen Euro vor. Das Haushaltsvolumen für das laufende Jahr beträgt 9,5 Millionen Euro. Die Personalausgaben liegen bei 45 Prozent. Für das Jahr 2009 sind keine Rücklagenentnahmen geplant. Der Haushalt wurde erstmals von Kirchenamts-Präsident Sebastian H. Geisler eingebracht, der zu Beginn der Beratungen die Synodalen über die Entwicklung der Kirchensteuern unterrichtete. Mehr zu den Ergebnissen der Synode und der Pfarrstellenplanung lesen Sie im Innenteil auf Seite 2.