„Geht es nach der CDU, wird es in Zukunft für tausende Schülerinnen und Schüler schwerer werden und länger dauern, ihre Haupt- und Realschulabschlüsse zu erlangen”, befürchtet Bartling. So bleibe Absolventen des Berufsvorbereitungsjahres künftig der Hauptschulabschluss verwehrt. Für Hauptschüler werde das Erreichen eines höheren Abschlusses massiv erschwert. Realschüler, die einen erweiterten Abschluss erlangen wollen, müssen nach dem Willen der CDU demnächst fast ausnahmslos statt einem gleich zwei Jahre Berufsschule anhängen.
„Probleme werden insbesondere kleinere Berufsschulen im ländlichen Raum bekommen”, sagte Bartling. Leidtragende seien aber auch die kleineren Betriebe, die zukünftig in Niedersachsen sehr viel schwerer geeignete Bewerber finden werden. Außerdem werde auf diese Art und Weise die Ausbildungsplatzmisere weiter verschärft.
Die SPD-Fraktion habe, so Bartling, einen eigenen Antrag zur Beruflichen Bildung in den Landtag eingebracht. Darin fordere sie, „dass die Berufsfachschule weiter klar durchlässig und attraktiv für Jugendliche ist und die Ausbildung entsprechend dem Bedarf am regionalen Arbeitsmarkt erfolgt”. Entgegen der Pläne der CDU/FDP-Landesregierung spricht sich Heiner Bartling für eine Stärkung der kleineren Berufsbildenden Schulen aus, indem dort auch Schülerinnen und Schüler von Teilzeitberufsschulen und Vollzeitberufsschulen gemeinsam unterrichtet werden können.
„Das berufsbildende System der Zukunft braucht nicht mehr zusätzliche Regeln und interne Hürden, sondern mehr Eigenverantwortung, weniger Verordnung ‚von oben‘, mehr Flexibilität, mehr Ressourcen, um regionalen Bedürfnissen gerecht zu werden”, meinte Bartling abschließend.