Unter der Leitung von Wolfgang Westphal intonierten die Göttinger Symphoniker Ludwig van Beethovens Symphonie Nummer 8. Wolfgang Westphal hatte eingangs auf den teilweisen „Scherzo”-Charakter des Werkes hingewiesen, der - anders als die dramatischen „Neunte”, die vor Jahresfrist in der Nikolaikirche zu hören war - etwas besser zu dem eher fröhlichen Anlass passt. Die Bedeutung des Werkes war nach der Uraufführung im Jahr 1814 noch nicht so ganz klar. Nur eines galt als sicher: Beethoven selbst liebte seine „kleine F-Dur-Symphonie”. Den zweiten Teil des Konzertes dominierte einmal die Wiener Walzer-Seligkeit mit Werken von Johann Strauß und Kameraden. Auf dem Programm standen unter anderem die Ouvertüre aus der Operette „Der Zigeunerbaron”,”Rosen aus dem Süden”, „Wo die Zitronen blüh‘n und der „Kaiserwalzer”. Für besonderes anspruchsvollen Schwung sorgten zudem drei Ungarische Tänze von Johannes Brahms. - Das Neujahrskonzert gehört zu den ganz wenigen kulturellen Veranstaltungen in Rinteln, bei denen ein ausverkauftes Haus praktisch obligatorisch ist. Bereits nach wenigen Tagen hatte der Kulturring diesmal alle Karten im Vorverkauf veräußert. Das volle Haus ist allerdings auch bitter nötig, um das Konzert überhaupt zu finanzieren: Selbst wenn kein einziger Stuhl mehr frei ist, verbleibt immer noch ein erhebliches Defizit in der Kasse. Umso erfreuter zeigten sich die Organisatoren daher, dass sich die Volksbank Schaumburg auch in diesem Jahr bereit erklärt hatte, den roten Bereich in der Bilanz großzügig abzudecken. Foto: km