„Ein Aspekt des Maßnahmenpakets sind Investitionen von Bund, Ländern und Kommunen”, sagt der Sozialdemokrat. „Konkret stellt der Bund dafür 14 Milliarden Euro zur Verfügung. Vier Milliarden davon fließen in Investitionen des Bundes, wovon wiederum zwei Milliarden in den Ausbau und die Erweiterung der Bundesverkehrswege gehen sollen. Das heißt: Bundesweit gibt es zusätzliche zwei Milliarden Euro für beispielsweise den Ausbau von Bundesstraßen.” Die restlichen zehn Milliarden Euro sind überwiegend fürr Investitionen der Kommunen gedacht, wobei die Länder diese zehn Milliarden mit 25 Prozent co-finanzieren müssen. Nach noch nicht bestätigten Informationen Tonnes „ist davon auszugehen, dass von den bundesweit zehn Milliarden Euro rund 1,2 Milliarden auf Niedersachsen entfallen”.
Dieses Geld also sollte den Kommunen im Lande zusätzlich zur Verfügung stehen. Die voraussichtlich 1,2 Milliarden Euro sollen nach den Worten des Sozialdemokraten zu 65 Prozent auf die Bereiche Kindergärten, Schulen (hier vor allem in die energetische Sanierung) und Hochschulen entfallen. 35 Prozent fließen in die Infrastruktur: In Krankenhäuser, den Städtebau, den Ausbau der ländlichen Infrastruktur und die Lärmsanierung kommunaler Straßen. Wer welches Geld wann bekommt, wie viel Geld überhaupt in den Landkreis Schaumburg fließt, ist nach den Worten Grant Hendrik Tonnes noch nicht klar. Ebenfalls ungeklärt sei, ob ein Ministerium Zugriff auf die gesamte Summe hat oder ob die Finanzspritzen nach Ressorts verteilt werden. „Dazu”, so der Landtagsabgeordnete, „muss eine entsprechende Vereinbarung zwischen Bund und Land ausgearbeitet werden.” Klar ist aber: „Die Kommunen müssen jetzt schnell Prioritäten setzen!” Dabei könnten ausschließlich Projekte zum Zuge kommen, die bereits baureif geplant sind: „Die Hälfte der Gelder aus dem Konjunkturprogramm soll bereits in diesem Jahr, die andere Hälfte in 2010 abfließen. Es geht also um Maßnahmen, die man sehr zeitnah umsetzen kann.” Zwar werde das Land die zur Verfügung stehenden geschätzten 1,2 Milliarden „sicher nicht nur nach dem Windhund-Prinzip” verteilen; es mache für die Gemeinden allerdings schon Sinn, zügig eine Liste in Frage kommender Vorhaben zu entwickeln und bereitzuhalten, bis klar ist, wie die Verteilung erfolgt. „Die Länder entscheiden eigenverantwortlich über die Investitionsbereiche. Die niedersächsische Regierung muss jetzt also schnell handeln. Die Kommunen sollten ihrerseits die Entwicklung aufmerksam verfolgen. Außerdem biete ich den Gemeinden an, sich direkt mit mir in Verbindung zu setzen, damit ich mich vor Ort in Hannover für ihre drängensten Vorhaben einsetzen kann. Jetzt müssen wir alle an einem Strang ziehen.”, so der Landtagsabgeordnete Grant Hendrik Tonne.