Die Junge Union Schaumburg (JU) hat sich gegen die vom SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy geforderte Einbürgerungskampagne ausgesprochen. „Die Staatsbürgerschaft ist das höchste Gut eines Landes. Damit sollte man nicht umgehen, wie mit einem Schnäppchen im Sonderangebot und es den Leuten hinterherwerfen, wie Edathy es fordert”, so Marius Wüstefeld, Kreisvorsitzender der JU. Laut JU beantrage jeder, der wirklich eingebürgert werden wolle, die Einbürgerung von sich aus. Eine solche Kampagne, wie sie Edathy vorschlage, koste den Staat und damit den Steuerzahler nur viel Geld. Der hohe Stellenwert der Staatsbürgerschaft sei schon immer in der JU fest verankert gewesen. So habe sich die JU schon 1999 unter dem damaligen Kreisvorsitzenden Martin Zerth entsprechend negativ über die doppelte Staatsbürgerschaft geäußert. Der Vorschlag, eine bessere Sprachförderung zu schaffen, sei hingegen eine alte JU-Forderung, die zu unterstützen sei. „Die deutsche Sprache ist der Schlüssel zu einer guten Integration und damit zu einem guten Zusammenleben”, so Wüstefeld. Für die JU sei hier der alte Leitspruch des „Fördern und Fordern” zu beherzigen.