Der Volkstrauertag jährt sich in Kürze. Der Kreisverband Schaumburg des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge bittet um die Beteiligung an einer der vielen Gedenkveranstaltungen, die am Sonntag, dem 15. November im gesamten Landkreis stattfinden. Die Zentrale Gedenkfeier des Vereins findet um 15 Uhr auf dem Ehrenfriedhof an der Paschenburg statt. Hauptredner ist der Vorsitzende des Bezirksverbandes Hannover, Regierungsvizepräsident a. D. Karl-Heinz Mönkemeyer. Seit 1952, also seit 57 Jahren, ist der Volkstrauertag eine feste Institution am zweiten Sonntag vor der Adventszeit. Er fällt damit in die graue Zeit des Jahres zwischen Herbst und Winter, in der sich Gedanken an Tod und Vergänglichkeit fast von selbst einstellen. In Deutschland gedenkt man am Volkstrauertag der Kriegstoten und der Opfer von Gewaltherrschaft in allen Nationen. In den Wochen vor und nach dem Volkstrauertag werden die freiwilligen Sammler des Volksbundes wieder unterwegs sein.
Sie bitten um Ihren Beitrag, weil der Volksbund seine Arbeit zu mehr als 90 Prozent aus Spenden bestreitet. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wirbt mit seiner gesamten Arbeit für mehr Menschlichkeit, für Begegnung und Verständigung über Grenzen hinweg.
Er kümmert sich im Auftrage der Bundesregierung um deutsche Kriegsgräber in der Welt. Die Arbeit des Volksbundes gilt sowohl den Toten, als auch den Lebenden. Der Volksbund legt würdige Ruhestätten für die Toten an, unterhält diese und betreut die Angehörigen. Außerdem betreibt er eine zukunftsorientierte Jugendarbeit. Diese Aufgaben kann der Volksbund nur mit Unterstützung und Hilfe der ganzen Bevölkerung leisten und fortführen. Die Geschichte des Volkstrauertages ist älter als die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. 1919, vor 90 Jahren, rief ihn der „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge” ins Leben. Von den Schrecken des Ersten Weltkriegs erschüttert, hofften die Menschen, dass das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft aller Nationen und die Trauer um sie uns für immer an den Frieden erinnern würden.
Doch diese Hoffnung machte schon 20 Jahre später der Beginn des Zweiten Weltkriegs zunichte. Nicht über zehn Millionen Opfer wie im Ersten Weltkrieg, über 50 Millionen Menschen auf vier Kontinenten ließen ihr Leben. Zwar ist die Menschheit von einem Kriegsereignis dieses Ausmaßes bis heute verschont geblieben. Jedoch haben Kriege, Gewalt und Terrorherrschaft auch in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder großes Leid hervorgerufen.