Im Zuge der Erstellung des Konzeptes wurde zunächst auf der Grundlage von Schadensfällen in der Vergangenheit sowie hydraulischen und hydrologischen Berechnungen das Schadenspotenzial festgestellt und ökonomisch bewertet. Darauf aufbauend wurden die Schadensursachen analysiert und Handlungsmöglichkeiten aus den Bereichen Wasserrückhaltung, technischer Hochwasserschutz und Vorsorge aufgezeigt. Das Konzept enthält somit einen Maßnahmenkatalog zum Hochwasserschutz mit Darstellung der Wirksamkeit und der Maßnahmenkosten sowie daraus resultierend eine mit den Gemeinden abgestimmte Prioritätenliste zur Umsetzung der aufgezeigten Maßnahmen. Durch das Konzept erfasst werden hochwasserkritische Bereiche in der Samtgemeinde Niedernwöhren, Nienstädt, Lindhorst, Sachsenhagen, Nenndorf und der Stadt Stadthagen. Die Erstellung des Hochwasserschutzkonzeptes erfolgte im Rahmen eines Leader-Projektes mit Koordination durch die untere Wasserbehörde des Landkreises Schaumburg. Das Konzept stellt eine wichtige Voraussetzung zur Einwerbung von Landes- und EU-Mitteln für die Umsetzung der aufgezeigten Maßnahmen dar. 50 Prozent der Kosten für das Konzept werden über Zuwendungen aus der Europäischen Union gedeckt. Die andere Hälfte teilen sich der Landkreis und die jeweiligen betroffenen Kommunen.