Gunter Feuerbach begründete den Antrag damit, dass es einen Unterschied zwischen der Vereinsarbeit und der Arbeit der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes gebe. Die Freiwilligen Feuerwehren seien existentiell für den Landkreis Schaumburg, Den bekannten Nachwuchsproblemen in den Wehren will die CDU mit einem Einstieg in einen Diskussionsprozess begegnen. „Wo könnte eine eigene Struktur geschaffen werden, die die besondere Leistung in diesem Bereich würdigt?” formulierte Feuerbach den Verwendungszweck der 25000 Euro. Der Landkreis habe schon immer großen Wert auf die Würdigung der ehrenamtlichen Arbeit gelegt, so Feuerbach. Das ständige Bemühen um die Ehrenamtskarte für möglichst viele Menschen im Schaumburger Land sei nur ein Beispiel.
Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier warnte davor, ein solches Thema zum Wahlkampfthema zu machen. Zudem wisse die Verwaltung, dass der Landkreis auf diese Arbeit angewiesen sei. „Eine Pflichtaufgabe der Gemeinden wird erfüllt von den Männern und Frauen im Ehrenamt,” so Schöttelndreier.
Der Landrat sagte aber auch, dass es keine Diskussion um die Wertigkeit der verschiedenen Aufgaben im ehrenamtlichen Sektor geben dürfe. Die Belastung der Feuerwehrkameraden beispielsweise bei Unfällen auf der Autobahn sei enorm. Doch dürften Äußerungen, die Feuerwehr sei ein besseres Ehrenamt als andere, nicht fallen. Damit rügte er die jüngste Feuerwehr-Debatte in Müsingen. „Das schürt bei vielen anderen ein ungutes Gefühl,” so Schöttelndreier. Kein Ehrenamtlicher dürfe sich „zu kurz gekommen” fühlen. Auch die öffentliche negative Kritik an der Ehrenamtskarte dürfe nicht sein, so Schöttelndreier. Er habe vor mit der Leitung der Kreisfeuerwehr zu sprechen, um eine öffentliche Diskussion zu vermeiden. „Einige Ehrenämter erfordern eine höhere körperliche und psychische Belastung als andere,” sagte Schöttelndreier. „Es darf aber keine wertende Abstufung geben.”