Es zeigt sich allerdings, dass das flexible Endoskop nicht immer ausreichend tief in den immerhin vier Meter langen Dünndarm eingeführt werden kann. Aus diesem Grund können im Einzelfall nicht alle Blutungsquellen gefunden werden. „Wir haben hierzu eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen gemacht”, so Dr. Christoph Grotjahn. „Dass sich die Entwickler aus Japan daraufhin sich hier in Stadthagen vor Ort persönlich ein Bild machen, freut uns und ist eine Anerkennung unserer Arbeit.”
Stadthagen ist eines von acht europäischen Entwicklungszentren zur Weiterentwicklung der Dünndarmendoskopie, in denen der weltweit zweitgrößte Hersteller flexibler Endoskope Impulse zur Weiterentwicklung der Dünndarmendoskopie setzt. „Dass unser Rat gesucht wird, zeigt, dass unser Engagement und unsere Arbeit weit über die Region hinaus anerkannt werden und wir in dieser Hinsicht als Spezialabteilung etabliert sind”, freut sich Dr. Grotjahn.
Vor zwei Jahren wurde die Medizinische Klinik 2 konzipiert, um 1.400 Patienten zu behandeln. 2009 wurden schon über 1.800 Patienten behandelt. „Der Positivtrend zeigt, dass unser Angebot nicht nur notwendig ist, sondern auch geschätzt wird”, so Grotjahn. Diese Kompetenz passt gut in das Konzept der Leuchtturmkliniken bei der Zusammenführung der Schaumburger Krankenhäuser. „Der Schritt zur Spezialisierung in der Inneren Medizin, wie er im Klinikum Schaumburg im Kreiskrankenhaus Stadthagen vollzogen wurde, ist der richtige Weg, den Klinikstandort Schaumburg auf hohem Leistungsniveau zu sichern.”