Helga Döringshoff hatte ihren Dienst am ersten November 1992 angetreten. Zwischen jenem Datum und dem 20. Juni dieses Jahres liegen fast 18 Jahre - das bedeute für eine Küsterin 18 Weihnachtsfeste, 36 große Tannenbäume neben dem Altar auf- und abbauen, 18 Konfirmationen, heißt es in einer Würdigung im Gemeindebrief. Aber wie viele Gottesdienste, Andachten, Trauungen und Taufen Frau Döringshoff in diesen 18 Jahren vorbereitet und begleitet habe, das sei kaum noch nachvollziehbar.
Das Engagement der Küsterin über ihre eigentlichen Aufgaben hinaus war schon mehrfach gewürdigt worden - unter anderem beim Neujahrsempfang der Nikolai-Gemeinde. Ohne „Stunden zu zählen” sei sie stets auch außerhalb der regulären Dienstzeiten im Einsatz gewesen - zum Beispiel bei den vielen Konzerten in der Kirche. Überall, wo die Nikolai-Gemeinde in der Öffentlichkeit gestanden und Gottesdienste gefeiert habe, sei sie ohnehin präsent gewesen - ob Heiligabend auf dem Marktplatz, Himmelfahrt am Weseranger, Pfingsten auf dem Kirchplatz, bei den Gottesdiensten im Rosengarten oder beim Tauffest am Weserufer.
So lang indessen wie die Liste der Anlässe, so vielfältig sei auch die Palette ihrer Tätigkeiten: Reinigungs-Arbeiten, Altarschmuck, Ton- und Beleuchtungstechnik, Gottesdienste vor-und nachbereiten, Unterstützung der Geistlichen in den Gottesdiensten und beim Abendmahl, kleine Reparaturen und große Aktionen standen regelmäßig auf dem Programm. -
Wie groß die Lücke ist, die Helga Döringshoff hinterlassen wird, dürfte besonders deshalb bald spürbar werden, da die Stelle aus finanziellen Gründen vermutlich nicht wieder besetzt werden soll. Die Gemeinde wird daher noch ein Stückchen mehr auf die Hilfe von ehrenamtlichen Helfern angewiesen sein.