Harald Memenga, Geschäftsführer des Bezirks, ergänzte die Bedeutung der Ortsvereinsarbeit, um ver.di in den Regionen ein Gesicht zu geben und eine überbetriebliche Vernetzung zu realisieren. „Der Erfolg des Bezirks ist das Ergebnis richtig orientierter Gewerkschaftsarbeit”, so Memenga. Im Anschluss sprach Frank Bsirske, ver.di Bundesvorsitzender zu den Teilnehmenden. Er bewertete die nun anstehende Einführung des gesetzlichen Mindestlohns als großen Fortschritt und historischen Erfolg. Er kritisierte jedoch die Ausnahmeregelungen unter anderem für Langzeitarbeitslose. „Wir wollen in Deutschland keine Hungerlöhne mehr. Und das ausnahmslos”, erklärte Bsirske unter großem Applaus. Große Herausforderungen sieht Bsirske für die Gewerkschaften in der digitalen Arbeitswelt. „Nach der Automatisierung der menschlichen Muskelkraft, folgt jetzt die Automatisierung des menschlichen Denkvermögens”, leitete Bsirske ein. Hier muss ver.di gestalten - gegen die Gefahren digitale Arbeitslosigkeit, digitaler Prekarisierung sowie digitaler Transparenz und Kontrolle. Zum Thema Tarifeinheit unterstrich Bsirske noch einmal die ver.di Position. Das Thema müsse politisch und nicht juristisch bearbeitet werden, so Bsirske. Deshalb werde ver.di nicht nur im weiteren Verfahren seine Ablehnung kommunizieren, sondern sammelt aktuell Unterschriften mit der NGG und der GEW gemeinsam gegen den vorliegen Gesetzesentwurf. Foto: privat