„Miteinander reden - sich besser kennen lernen”, war das Motto des „27. Martins-Gans-Essen”, zu dem Kreishandwerksmeister Thomas Hinze die Gäste im Schloss Landestrost begrüßte. Und das sollte bei einem exzellenten Essen und einem guten Tropfen jedem möglich sein. Hinze stellte den Aufmacher der Handwerks-Image-Kampagne des Handwerks „Die Welt war noch nie so unfertig. Pack mit an.” vor. Es sollen vor allem junge Menschen angesprochen werden, sich mit dem Handwerk als Berufszweig auseinander zu setzen. Trotz des deutlichen Rückganges der Schulabgänger um sechs Prozent und des ungebrochenen Trends zum Studium habe es im Handwerk nur 2123 beziehungsweise 1,6 Prozent weniger Ausbildungsverträge gegeben. Im Bereich der Kreishandwerkerschaft Neustadt/Burgdorf lägen die Zahlen noch leicht über denen aus 2013. Hinze nannte vor dem Hintergrund eines noch nie dagewesenen Kampfes um junge Menschen als die Zauberformel der Zukunft eine „lebensphasenorientierte Personalpolitik”. Heute laufe die Personalsuche so ab: Auf ein Jobangebot komme eine übersichtliche Anzahl von Bewerbungen, für das Bewerbungsgespräch werde sich vielleicht eine halbe oder dreiviertel Stunde Zeit genommen. Und wenn der Bewerber auf „Herz und Nieren” geprüft sei, komme die obligatorische Abschlussfrage: Welche Fragen haben sie noch an mich? Hinze sieht in der Vereinbarkeit von Familie/Arbeit und Beruf für das Handwerk als Arbeitgeber in der Zukunft eine riesengroße Aufgabe: „Generation Y trifft Handwerk”. „Der Ausgang dieser Begegnung werde entscheidend sein für die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftszweiges in Zeiten des Nachwuchs- und Fachkräftemangels”, so Hinze. Foto: gi