In der Samtgemeinde Rodenberg stehen ab sofort die ersten Informationspunkte als Anlaufstellen für die Bevölkerung in Not- und Krisensituationen bereit. Diese neuen Einrichtungen ermöglichen es den Bürgerinnen und Bürgern, auch dann Informationen zu erhalten und Notrufe abzusetzen, wenn herkömmliche Kommunikationswege wie Festnetztelefone oder Mobilfunk nicht mehr zuverlässig funktionieren. Samtgemeindebürgermeister Dr. Thomas Wolf betont die Bedeutung dieser Maßnahme: „Mit der Einrichtung der ersten Informationspunkte gehen wir einen wichtigen Schritt in der Krisenvorsorge unserer Samtgemeinde.“
Besonders bei länger andauernden Stromausfällen sollen die Informationspunkte eine zentrale Rolle spielen. Sobald absehbar ist, dass eine Störung nicht schnell behoben werden kann, werden die Stellen besetzt, um Fragen der Bevölkerung aufzunehmen und Notrufe für Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei weiterzuleiten. Zudem informieren ereignisbezogene Aushänge über die voraussichtliche Dauer von Ausfällen. Diese Maßnahmen sind eine Reaktion auf die zunehmenden Risiken durch hybride Angriffe und andere Krisenszenarien.
Vorerst sind Informationspunkte in Lauenau am Sägewerk sowie in Rodenberg und Pohle an den Feuerwehrgerätehäusern eingerichtet. Mittelfristig soll jeder Ort in der Samtgemeinde über einen Informationspunkt verfügen, der fußläufig erreichbar ist. Ordnungsamtsleiterin Carmen Sobeck, die das Projekt koordiniert, erklärt: „Unser Ziel ist ein Netz von erreichbaren Anlaufstellen in allen Mitgliedsgemeinden.“
Die Informationspunkte sollen den Menschen in Krisensituationen Orientierung und Sicherheit bieten. Sobeck betont die Wichtigkeit der Bekanntheit und zuverlässigen Besetzung dieser Punkte. An jedem Standort wird ein Ersthelfer oder eine Ersthelferin anwesend sein. Die Samtgemeinde weist darauf hin, dass die Informationspunkte keine Ausgabestellen für Lebensmittel oder Medikamente sind. Haushalte sollten daher für mindestens fünf Tage vorsorgen, um bei einem längeren Ausfall der Infrastruktur eigenständig versorgt zu sein.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bietet weitere Informationen auf seiner Website. BBK