In einem Autohaus in Porta Westfalica-Barkhausen ist am Dienstag, den 10. März 2026, ein Großbrand ausgebrochen. In der Kraftfahrzeug-Werkstatt am Erbeweg geriet bei Arbeiten ein Feuer in Gang, das sich nach Angaben von Beschäftigten rasch ausbreitete. Die Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica rückte gegen 12.34 Uhr aus.
Alle Personen konnten das Gebäude aus eigener Kraft verlassen, darunter auch drei Bauarbeiter. Verletzt wurde niemand. Erste Löschversuche mit Feuerlöschern blieben ohne Erfolg. Schon auf der Anfahrt sahen die Einsatzkräfte eine deutliche Rauchwolke. Kurz nach dem Eintreffen kam es zur Durchzündung: Die Flammen erfassten die Werkstatt, zwei vorgelagerte Garagen für Fahrzeugannahme und Begutachtung sowie die Waschanlage. Über dem Gebäude stand eine dichte, schwarze Rauchwolke, die über die Bundesstraße 65 in Richtung Minden zog.
In der Werkstatt lagerten Betriebsmittel wie Öle, Lacke und Farben. Aus dem Inneren waren immer wieder Knallgeräusche zu hören. Die Feuerwehr erhöhte die Alarmstufe und zog weitere Einheiten nach. Mehrere Trupps gingen unter schwerem Atemschutz vor. Zwei Drehleitern unterstützten die Brandbekämpfung: Über Wenderohre gaben die Einsatzkräfte Wasser in die Flammen.
Den Verkaufs- und Ausstellungsbereich hielt die Feuerwehr. Er war durch Brandschutztüren baulich vom Brandbereich getrennt, wurde jedoch durch Rauch und Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen. Auch eine Ausbreitung in neue Gebäudeteile im hinteren Bereich verhinderte die Feuerwehr. Dort laufen Bauarbeiten, ein Kran steht neben dem Gebäude. In dem Bereich befindet sich auch ein Reifenlager.
Über die Leitstelle ging eine Warnung über die Nina-App an die Bevölkerung: Betriebe in Zugrichtung der Rauchwolke sollten Lüftungsanlagen abschalten. Das Krankenhaus Minden, das in der Nähe liegt, war nach Angaben der Feuerwehr nicht betroffen.
Um die Ausbreitung der Rauchwolke und mögliche Schadstoffe zu kontrollieren, alarmierte der Kreis ABC-Einheiten, darunter den Messzug Nordrhein-Westfalen. Die Kräfte führten Messungen im Stadtgebiet von Minden und darüber hinaus durch. Außerdem rückten zuständige Behörden und Versorger an, darunter Stadtwerke, Abwasserbetrieb, Bauordnungsamt, Energieversorger, Umweltamt und Untere Wasserbehörde. Gas, Wasser und Strom stellte die Feuerwehr für das gesamte Gebäude ab.
Das Dach im betroffenen Bereich stürzte teilweise ein und galt als nicht mehr tragfähig. Die Halle ließ sich deshalb nicht mehr betreten. Das Löschwasser war mit Betriebsstoffen verunreinigt; ein Pumpwagen des Abwasserbetriebs saugte es ab. Obwohl die Maßnahmen Wirkung zeigten, flammten in der Werkstatthalle immer wieder Brände auf. Die Feuerwehr setzte deshalb auch Schaum ein – unter anderem über die Drehleiter und ein Schaumrohr von außen.
Gegen 16.30 Uhr konnte ein Großteil der Einsatzkräfte abrücken. Die Löscharbeiten dauerten am Nachmittag weiter an. Insgesamt waren nach Angaben der Feuerwehr rund 140 Kräfte im Einsatz. Einsatzleiter war Fabian Schulte. Neben der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache unterstützten mehrere ehrenamtliche Löschgruppen aus Porta Westfalica sowie Kräfte aus Minden, ABC-Einheiten des Kreises, der Rettungsdienst, das Deutsche Rote Kreuz, Polizei und weitere Stellen.