Die anhaltend hohen Temperaturen und die seit Wochen geringe Niederschlagsmenge führen auch in der Samtgemeinde Rodenberg zu einer zunehmenden Belastung der natürlichen Wasserressourcen. Gleichzeitig steigt insbesondere in den Sommermonaten der Wasserverbrauch deutlich an. Die Samtgemeinde Rodenberg ruft deshalb alle Bürgerinnen und Bürger zu einem verantwortungsvollen und sparsamen Umgang mit Trinkwasser auf.
Eine Allgemeinverfügung des Landkreises Schaumburg, die die Entnahme von Wasser aus Bächen, Teichen oder anderen Gewässern untersagt, besteht derzeit noch nicht. Auch für die öffentliche Trinkwasserversorgung in der Samtgemeinde Rodenberg besteht aktuell kein Anlass zur Sorge.
Dennoch ist es wichtig, dass die vorhandenen Wasserressourcen angesichts der anhaltenden Trockenheit geschont werden. „Noch haben wir in der Samtgemeinde Rodenberg eine stabile Wasserversorgung. Das bedeutet aber nicht, dass wir mit der Ressource Wasser sorglos umgehen sollten.
Jeder kann mit kleinen Veränderungen im Alltag dazu beitragen, unsere Wasserreserven zu schonen. Gerade bei anhaltender Trockenheit ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Trinkwasser ein Gebot der Vernunft“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Dr. Thomas Wolf.
Besonders hoch ist der Wasserverbrauch während sommerlicher Hitzeperioden im Außenbereich. Gartenbewässerung, das Befüllen von Pools und Badebecken sowie die Reinigung von Terrassen, Hofflächen und Fahrzeugen können erhebliche Mengen Trinkwasser verbrauchen.
Auch der technische Leiter des Eigenbetriebs Wasserversorgung, Mathias Böhme, appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: „Unsere Trinkwasserversorgung ist auf einen möglichst gleichmäßigen Verbrauch ausgelegt. Wenn an heißen Tagen sehr viele Haushalte gleichzeitig große Mengen Wasser benötigen, steigt die Belastung des gesamten Versorgungssystems. Deshalb hilft es bereits, wenn Wasser nicht unnötig verbraucht und die Bewässerung auf das tatsächlich notwendige Maß beschränkt wird. Die Samtgemeinde Rodenberg empfiehlt insbesondere folgende Maßnahmen:
Pools und Badebecken: Auf das Befüllen privater Pools und sonstiger Badebecken mit Trinkwasser sollte möglichst verzichtet oder der Verbrauch zumindest reduziert werden. Die Anlagen sollten regelmäßig auf Leckagen kontrolliert werden.
Gartenbewässerung: Pflanzen sollten möglichst früh morgens oder am späten Abend bewässert werden. Zwischen 10 und 19 Uhr sollte auf die Bewässerung möglichst verzichtet werden, da durch die Sonneneinstrahlung besonders viel Wasser verdunstet. Eine Ausnahme bilden wassersparende Tröpfchenbewässerungen.
Rasen: Rasenflächen sollten nur sparsam und bedarfsgerecht bewässert werden. Rasensprenger verbrauchen in kurzer Zeit große Mengen Wasser.
Regenwasser nutzen: Für die Gartenbewässerung sollte nach Möglichkeit gesammeltes Regenwasser aus Regentonnen oder Zisternen verwendet werden.
Garten hitzeangepasst gestalten: Rindenmulch oder gehäckselter Rasenschnitt helfen dabei, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und die Verdunstung zu reduzieren. Auch trockenheitsverträgliche Pflanzen können den Wasserbedarf deutlich senken.
Außenreinigung: Für die Reinigung von Gebäuden, Terrassen und Hofflächen sollte möglichst kein Trinkwasser verwendet werden.
Fahrzeugwäsche: Fahrzeuge sollten ausschließlich in dafür vorgesehenen gewerblichen Waschanlagen gereinigt werden.
Haushalt: Waschmaschine und Geschirrspüler sollten erst eingeschaltet werden, wenn sie vollständig beladen sind.
Duschen statt Baden: Ein kurzes Duschen verbraucht in der Regel deutlich weniger Wasser als ein Vollbad. Ein Sparduschkopf kann den Verbrauch zusätzlich reduzieren.
„Wasser ist keine Selbstverständlichkeit. Gerade in Zeiten zunehmender Hitze und längerer Trockenperioden müssen wir lernen, bewusster mit dieser wichtigen Ressource umzugehen. Noch gibt es in unserer Samtgemeinde keinen Grund zur Beunruhigung – aber Vorsorge beginnt damit, dass jeder Einzelne seinen Beitrag leistet“, so Dr. Thomas Wolf. Die Samtgemeinde Rodenberg wird die Entwicklung der Wasserverbräuche und der verfügbaren Wasserressourcen weiterhin aufmerksam beobachten.