Im Schaumburger Immobilienmarkt zeigt sich im ersten Quartal 2026 ein gemischtes Bild, wie das Institut empirica im Auftrag der LBS NordWest ermittelt hat.
Gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser kosten im Landkreis Schaumburg im Median 296.000 Euro, was einem leichten Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Deutlich stärker unter Druck gerieten dagegen Reihenhäuser und Doppelhaushälften, die mit 249.000 Euro im Schnitt um sieben Prozent günstiger angeboten wurden als ein Jahr zuvor; Eigentumswohnungen verteuerten sich zugleich um zehn Prozent auf 159.000 Euro.
Auffällig ist der Vergleich innerhalb des Landkreises. In Bückeburg liegt der mittlere Preis für gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser bei 239.000 Euro, das sind 35 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Zugleich wurden dort Eigentumswohnungen mit 187.000 Euro um 18 Prozent teurer angeboten. In Stadthagen kostet ein gebrauchtes Ein- oder Zweifamilienhaus 297.000 Euro, also elf Prozent weniger als im ersten Quartal 2025; Reihenhäuser lagen bei 197.500 Euro und damit 27 Prozent unter dem Vorjahreswert, während Eigentumswohnungen mit 125.000 Euro um fünf Prozent anzogen.
Auch in den übrigen Kommunen fällt die Spannbreite groß aus. Bad Nenndorf liegt bei gebrauchten Häusern mit 375.000 Euro deutlich über dem Schaumburger Schnitt und verzeichnete bei Eigentumswohnungen einen Anstieg auf 199.000 Euro, also plus 33 Prozent. Rinteln kommt bei Ein- und Zweifamilienhäusern auf 265.000 Euro und bei Reihenhäusern auf 250.000 Euro; Wohnungen lagen dort bei 140.572 Euro. Auffällig günstig bleibt Sachsenhagen mit 239.950 Euro für ein gebrauchtes Haus, während Obernkirchen bei 269.000 Euro und Lauenau bei 362.000 Euro liegen.
Im Vergleich zum Landesdurchschnitt bleibt Schaumburg bei Häusern etwas darunter. Niedersachsen liegt bei gebrauchten Ein- und Zweifamilienhäusern bei 337.796 Euro, bei Reihenhäusern bei 285.000 Euro und bei Eigentumswohnungen bei 189.000 Euro. Der Markt ist im Landkreis aber keineswegs einheitlich, sondern reicht von vergleichsweise moderaten Preisen bis zu klaren Spitzenlagen im Bereich der Kur- und Pendlerorte.
Für den aktuellen Kaufpreisspiegel hat das Institut empirica im Auftrag der LBS NordWest die Immobilienangebote in den niedersächsischen Tageszeitungen sowie in den Online-Portalen ausgewertet.