In Hannover-Döhren ist erstmals eine Tigermücken-Population in Niedersachsen nachgewiesen worden. Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt entdeckte die Brutstätte in einer Regentonne und hat in der Umgebung weitere Mückenfallen aufgestellt. Eine unmittelbare erhöhte Gesundheitsgefahr besteht nach Angaben des Landesgesundheitsamts derzeit nicht, da die in Deutschland vorkommenden Tigermücken aktuell nicht mit Krankheitserregern infiziert sind.
Die Region Hannover hat mit Tür-zu-Tür-Begehungen begonnen, um Anwohner zu informieren und weitere Brutstätten zu finden. Gartenbesitzer sollten stehendes Wasser in Gießkannen, Eimern, Pflanzenuntersetzern und ähnlichen Gefäßen vermeiden. Vogeltränken und andere Wasserstellen sollten mindestens einmal wöchentlich geleert und gereinigt werden. Verdächtige Mücken können fotografiert oder zur Untersuchung an das Niedersächsische Landesgesundheitsamt gemeldet werden.
Auch die Asiatische Hornisse ist inzwischen im Landkreis Schaumburg nachgewiesen worden. In Bückeburg wurde Anfang August das erste bestätigte Nest entdeckt und von Fachleuten entfernt. Die invasive Art kann heimische Insekten, insbesondere Bienen, gefährden. Zu erkennen ist sie unter anderem an ihrem überwiegend dunklen Körper, dem orangefarbenen Gesicht und den auffällig gelben Füßen.
Wer eine Asiatische Hornisse oder ein entsprechendes Nest vermutet, sollte es nicht selbst bekämpfen, sondern den Fund der Unteren Naturschutzbehörde melden. Für Hinweise und Beratung im Landkreis Schaumburg ist diese unter der Telefonnummer 05721/704-1529 erreichbar. Da eine Verwechslungsgefahr mit heimischen Wespen- und Hornissenarten besteht, sollte möglichst ein Foto aus sicherer Entfernung angefertigt werden.