Ein Hallo aus Hong Kong, ein High Five mit Glöcknern aus den USA, ein Wiedersehen mit dem isländischen Handglockenchor aus Reykjanesbær, so begann für die zwölf Glöckner aus Wiedensahl das 22. Internationale Handglockensymposium, das vom 3. bis 8. August im P&J Live Conference Center im schottischen Aberdeen stattfand. Im weiteren Verlauf tauschten sich die Wiedensahler dann auch intensiv mit Handglockenspielern aus Großbritannien, Ungarn, Südkorea, Japan, Singapur, Kanada und Australien aus.
Einen weiteren Schwerpunkt des Symposiums bildete das sogenannte „Massed Ringing“. Anders als üblich läuteten die Wiedensahler Glöckner ihre Instrumente dabei nicht allein, sondern zusammen mit etwa 600 Gleichgesinnten. Bei insgesamt neun Musikstücken tauchten sie dabei in den Klang von tausenden geläuteten Handglocken ein. Dabei war das Zusammenspiel in der großen Kongresshalle eine Herausforderung und die Aufmerksamkeit auf die Dirigenten ein unbedingtes Muss. Musikalisch konnte der Handglockenchor Wiedensahl so viele neue Erfahrungen sammeln. Ein Video des Abschlusskonzertes ist auf der Internetseite des Handglockenchores Wiedensahl (www.handglockenchor-wiedensahl.de) verlinkt.
Außerdem konnten die Teilnehmenden in Workshopveranstaltungen mehr über die verschiedensten Aspekte des Handglockenspiels, aber auch über die Kultur der Teilnehmerländer erfahren (zum Beispiel Origami falten).
Bei seinem Soloauftritt am Dienstagabend vertrat der Handglockenchor Wiedensahl als einziger Chor aus Deutschland die hiesige Handglockenszene beim weltweit größten Zusammentreffen dieser Art. Seine musikalische Darbietung wurde von allen Seiten sehr gelobt. Vor Beginn des Symposiums blieben auch anderthalb Tage Zeit, um die Stadt Aberdeen mit ihren malerischen Granitbauten zu erkunden.
Ermöglicht wurde die Teilnahme durch die finanzielle Unterstützung des Goethe Instituts, des Auswärtigen Amtes, der Schaumburger Landschaft, der Kulturstiftung Schaumburg und der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.
Das Internationale Handglockensymposium wird alle zwei Jahre von einem Mitgliedsverband des „International Handbell Commitee“ ausgerichtet. Mitgliedsverbände sind in den USA, Kanada, Japan, Südkorea, Großbritannien, Australien, Singapur und Hong Kong tätig. Die Teilnahme von Chören, die keinem Mitgliedsverband angehören, ist möglich und erwünscht. Turnusgemäß findet das nächste Symposium 2028 in Singapur statt. Nach den eindrücklichen Erfahrungen in diesem Jahr ist es sehr wahrscheinlich, dass dann auch wieder Handglockenspieler aus Wiedensahl dabei sind.