Zum Kommentar von Axel Bergmann „Winter in Schaumburg”
Was den Winterdienst angeht, so bin ich da recht zufrieden. Vier Sterne von fünf! An der Straße Harrl zu den Blindowschulen ist die Steigung frühzeitig vor Schulbeginn bisher immer gut geräumt gewesen. Anders sieht es mit dem Winterdienst der Privatpersonen vor ihren Grundstücken aus. Etwa 30 % sind schlecht oder garnicht geräumt, was besonders für Personen mit Einschränkungen schon mal zum Hindernisparcours wird.
Besonders dann wenn der Schnee antaut und später wieder bretthart gefriert. Was aus meiner Sicht überhaupt nicht geht, sind Warnstreiks bei den Räumdiensten zur Unzeit. Wenn ein eingeschränkter Winterdienst dazu führt daß es deswegen zu Unfällen und verlängerten Reaktionszeiten bei den Rettungsdiensten und der Feuerwehr kommt. Wie zu hören war wird inzwischen das Streugut langsam knapp. Besonders kleine Gemeinden sollen davon betroffen sein. Man sollte mit der Verpflichtung von Landwirten frühzeitig eine Rückfallposition für eben solche Streiks oder Extremwetterlagen schaffen. Es wird meiner Meinung nach viel zu schnell und oft von Extremwetterlage gesprochen. Eine Extremwetterlage war für mich die Schneekatastrophe 1978/79 in Schleswig-Holstein und Norddeutschland. In einem Winter wie diesem kommt man mit Sommer- und Allwetterreifen nicht weit. Dazu kommt, daß viele Autofahrer Probleme mit den modernen Assistenzsystemen ihrer Fahrzeuge haben. Da wäre es sicher nicht verkehrt mit einem neuen Fahrzeug an einem Fahrersicherheitstraining teilzunehmen. Angesichts der Fahrzeuganschaffungskosten eine sinnvolle Investition. Dort lernt man sein Fahrzeug und die Funktion der Technik in Extremsituationen kennen ohne dabei in der Leitplanke zu landen und eine Delle zu riskieren. Viele Autofahrer, insbesondere Fahranfänger, können noch nicht einmal eine u.U. lebensrettende Vollbremsung ausführen.
Siegfried Wache, Bückeburg