Leserbrief „Winter in Schaumburg” | Schaumburger Wochenblatt

03.02.2026 11:59

Leserbrief „Winter in Schaumburg”

“Die Redaktion weist darauf hin, dass der Inhalt der Leserbriefe die Ansicht der Einsender wiedergibt, die mit der Meinung der Redaktion oder des Verlags nicht unbedingt übereinstimmt.” (Foto: Redaktion)
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Zum Kommentar von Axel Bergmann „Winter in Schaumburg”

Was den Winterdienst angeht, so bin ich da recht zufrieden. Vier Sterne von fünf! An der Straße Harrl zu den Blindowschulen ist die Steigung frühzeitig vor Schulbeginn bisher immer gut geräumt gewesen. Anders sieht es mit dem Winterdienst der Privatpersonen vor ihren Grundstücken aus. Etwa 30 % sind schlecht oder garnicht geräumt, was besonders für Personen mit Einschränkungen schon mal zum Hindernisparcours wird.

Besonders dann wenn der Schnee antaut und später wieder bretthart gefriert. Was aus meiner Sicht überhaupt nicht geht, sind Warnstreiks bei den Räumdiensten zur Unzeit. Wenn ein eingeschränkter Winterdienst dazu führt daß es deswegen zu Unfällen und verlängerten Reaktionszeiten bei den Rettungsdiensten und der Feuerwehr kommt. Wie zu hören war wird inzwischen das Streugut langsam knapp. Besonders kleine Gemeinden sollen davon betroffen sein. Man sollte mit der Verpflichtung von Landwirten frühzeitig eine Rückfallposition für eben solche Streiks oder Extremwetterlagen schaffen. Es wird meiner Meinung nach viel zu schnell und oft von Extremwetterlage gesprochen. Eine Extremwetterlage war für mich die Schneekatastrophe 1978/79 in Schleswig-Holstein und Norddeutschland. In einem Winter wie diesem kommt man mit Sommer- und Allwetterreifen nicht weit. Dazu kommt, daß viele Autofahrer Probleme mit den modernen Assistenzsystemen ihrer Fahrzeuge haben. Da wäre es sicher nicht verkehrt mit einem neuen Fahrzeug an einem Fahrersicherheitstraining teilzunehmen. Angesichts der Fahrzeuganschaffungskosten eine sinnvolle Investition. Dort lernt man sein Fahrzeug und die Funktion der Technik in Extremsituationen kennen ohne dabei in der Leitplanke zu landen und eine Delle zu riskieren. Viele Autofahrer, insbesondere Fahranfänger, können noch nicht einmal eine u.U. lebensrettende Vollbremsung ausführen.

Siegfried Wache, Bückeburg

Ein Kommentar von Axel Bergmann. (Foto: privat)

Winter in Schaumburg - Kommentar von Axel Bergmann

Zum zweiten Mal (!) in diesem Winter hat es geschneit und erneut verfällt der Norden in Schockstarre. Schulausfall wie beim letzten Mal oder doch nicht? Die Bürger Info & WarnApp (BIWAPP) hatte diese Entscheidung am späten Montagmorgen in die Kompetenz der Eltern gelegt. In BIWAPP hatte der Landkreis etwas unglücklich formuliert, dass die Straßenverhältnisse einen geregelten Schultransport nicht zuließen. Wie beim letzten Mal ist zunehmend Kritik an den zuständigen Räum- und Streudiensten zu vernehmen. Den Kritikern möchte ich sagen:“ Gehen Sie sicher davon aus, dass die Leiter der Straßenmeistereien und der Bauhöfe die Situation im Vorfeld zur Kenntnis nehmen und ihre Mitarbeiter so früh es geht auf die Straßen schicken. Da wartet niemand, bis er in Ruhe gefrühstückt hat!“ Alle Beteiligten tun ihr Bestes! Möglicherweise reichen Personal und Material nicht aus, um zufriedenstellende Zustände herzustellen. Für die paar Tage, die überhaupt Schneeräumung erforderlich ist, sollte das Vorhandene wohl reichen. Personal und Fahrzeuge nur vorzuhalten kostet sehr viel Geld – und das zahlt der Bürger – oder lieber nicht.
north