Vor gut einem Jahr hatte Anneke Eggers die Stelle als Projektmanagerin für das vom Land Niedersachsen geförderte Projekt im Landkreis Schaumburg übernommen. In der Sitzung des Kreisausschusses für Umwelt- und Klimaschutz Mitte September, stellte die studierte Agrarwissenschaftlerin den derzeitigen Stand ihrer Arbeit vor. Noch bis zum 30. September 2028 läuft das geförderte Projekt und es sei noch viel zu tun im Landkreis Schaumburg, so Eggers. Im Rahmen des „Niedersächsischen Weges“ hatte das Land als Ziel für 2030 einen Anteil an der ökologischen Landwirtschaft in Höhe von 15 Prozent vereinbart. In Niedersachsen liege der Anteil bei derzeit etwa 6,5 Prozent, im Landkreis Schaumburg sogar unter sechs Prozent, erklärte die Landwirtin im Gespräch mit dem Schaumburger Wochenblatt. Über 207.000 Euro Fördergelder durch das Land und durch LEADER fließen in die Arbeit der hiesigen Projektmanagerin. Um das Thema Bio-Landwirtschaft und damit einhergehend ein größeres „Öko-Bewusstsein“ in der kompletten Wertschöpfungskette zu schaffen, war sie im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit zurückliegend auf einer Reihe von Events vertreten.
Breit aufgelegte Öffentlichkeitsarbeit
So hatte sie Messestände auf der Schaumburger Regionalschau, der Ideen-Expo Hannover sowie auf der LAGA in Bad Nenndorf. Durch Projektpartnerschaften unter anderem mit den Öko-Modellregionen Hameln-Pyrmont und Holzminden, war sie ebenfalls auf den Naturparken Weserbergland und Steinhuder Meer sowie der Region Westliches Weserbergland und Schaumburger Land vertreten. Einer der Schwerpunkte ihrer Arbeit in dem Projekt ist die Stärkung und Etablierung regionaler Wertschöpfungsketten, unter anderem auch durch die Einbindung regionaler Bio-Produkte in die Außer-Haus-Verpflegung. In der anschließenden Fragerunde wünschte sich Ausschuss-Mitglied Horst Peek (CDU) eine Beachtung der konventionell betriebenen Hofläden. Daneben regte er regionale Schlachtmöglichkeiten, beispielsweise durch die Anschaffung eines mobilen Schlachtmobils, an. Partner bei der Umsetzung der Ziele des Modellprojektes sind die Landwirtschaftskammer Niedersachsen sowie das Landvolk Weserbergland. Als stellvertretende Vorsitzende engagiert sich die Projektmanagerin aktiv für die Belange der Junglandwirte Niedersachsen.
„Für mich steht der Ökolandbau im Mittelpunkt, denn er setzt wichtige Impulse für eine nachhaltige Region!”