(Niedernwöhren) | Schaumburger Wochenblatt

Das Wilhelm-Busch-Geburtshaus in Wiedensahl. (Foto: privat)

Öffentliche Führung im Juli

Die Museumslandschaft Wilhelm Busch Wiedensahl lädt am 7. Juli zu einer Führung ein. Vorgestellt werden das Wilhelm Busch Land und de markantesten Wohn und Wirkungsorte des Künstlers. Treffpunkt ist das Geburtshaus. Die Führung startet um 14 Uhr. Bei Interesse und ausreichender Gruppengröße kann auch ein Spaziergang zum Alten Pfarrhaus anschließen. Erwachsene zahlen 6 Euro Eintritt ins Museum, Jugendlich 2 Euro, Kinder bis 10 Jahre kommen umsonst rein; die Führung selbst ist dann kostenfrei.
Kinder meistern Wissens- und Geschicklichkeitsprüfungen. (Foto:  Michael Jedamzik)

Kinder meistern Wissens- und Geschicklichkeitsprüfungen

Zum Internationalen Tag der Feuerwehr haben die Kinderfeuerwehren Meerbeck-Niedernwöhren, Nordsehl-Lauenhagen, Pollhagen und Wiedensahl der Freiwilligen Feuerwehr der Samtgemeinde Niedernwöhren am Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Meerbeck-Niedernwöhren erstmals die Abnahme der Schaumburger-Flori-Auszeichnungen gemeinsam durchgeführt. Der „Schaumburger Flori“ ist eine dreistufige von der Jugendfeuerwehr Schaumburg konzipierte Auszeichnung für Kinderfeuerwehrmitglieder, in denen Grundlagen der Notruf, Ersten Hilfe, Verhalten im Brandfall, Aufgaben der Feuerwehr, sicherer Umgang mit Streichhölzern, Verbrennungs- und Löschlehre und Umgang mit einfachen Feuerwehrtechnischen Geräten abgefragt werden. Die Themen sind altersgerecht konzipiert.
Der Neubau der Sporthalle Lauenhagen (hier nur noch die Grundmauern der alten Halle im Januar) passt nicht auf das vorhandene Grundstück .  (Foto: ab)

Sporthalle Lauenhagen zu groß geplant

Schnell gelangte Versammlungsleiter Thomas Bachmann zu TOP Fünf der umfangreichen Tagesordnung beim Samtgemeinderat Niedernwöhren. Bürgermeisterin Aileen Borschke teilte darin mit, dass der Ortsbrandmeister Nordsehl-Lauenhagen, Stephan Kliver, ein Amt aus beruflichen Gründen zum 30. Juni abgeben möchte. In der Samtgemeinde wird noch ein/e Schiedsfrau / -mann gesucht. In den Planungen für die beiden Stromtrassen , die auch Teile des Schaumburger Landes berühren, wird das Gebiet der Samtgemeinde nicht betroffen. Einstimmig sprach sich der Rat für die Nominierung des Handglockenchores für den Westfalen-Weser-Kulturpreis 24 aus. Auch alle weitern TOP wurden einstimmig, einmal mit einer Enthaltung, beschlossen. Einzig beim Tagesordnungspunkt 10, Erwerb eines Grundstücks in Lauenhagen für den Bau der Sporthalle, ergaben sich Diskussionen. Die Fraktionsvorsitzenden waren sich offensichtlich einig bei einer durch Gerd Wischhöfer (SPD) an den anwesenden Architekten Martin Müller (MM-Architekten) gerichteten Kritik.
JHV SchützenVerleihung Sportabzeichen88 SpenderGedenken der VerstorbenenVolkstrauertagTag der offenen TürSchulsporthalle oder Schul- und Vereinssporthalle„Tonne talkt am Tresen“Badewonne lädt zum KlönschnackAusstellungÜber 40 Jahre leitende FunktionGeöffnet
Samtgemeindebürgermeisterin Aileen Borschke ernennt Heinz-Konrad Lübke erneut zum Ehrenbeamten der Feuerwehr. (Foto: ab)

Haushaltsplan 2024 einstimmig beschlossen

Die 54. Sitzung des Samtgemeinderates Niedernwöhren fand in den frisch renovierten Räumen der „Lütgen Schule“ in Wiedensahl statt. Samtgemeindebürgermeisterin Aileen Borschke und die Ratsmitglieder fühlten sich sichtlich wohl im Ambiente der Wiedensahler Gemeindeverwaltung. Auf dem Papier stand den Politikern eine Mammutsitzung bevor. 18 Tagesordnungspunkte hatte die Verwaltung aufgerufen, unter anderem die Abstimmung über den Haushaltsplan 2024. Unter TOP 5 teilte Aileen Borschke zunächst mit, dass die Samtgemeinde an der Planung der neuen Stromtrassen Ostwest-Link und Rhein-Main-Link beteiligt sei. Der jeweils aktuelle Stand würde auf der Homepage veröffentlicht. Der Grunderwerb für das neu geplante Feuerwehrgerätehaus in Wiedensahl ist vollzogen. „Es geht voran!“ Dieselbe Bemerkung wählte Borschke im Zusammenhang mit der Sporthalle Lauenhagen. Diese sei nun abgerissen und man sei auf der Zielgeraden zum Bauantrag. „Man sieht nichts, aber wir sind dran“, schloss sie ihre Mitteilungen. Die Sanierung von zwei Samtgemeindeverbindungswegen in Wiedensahl und Mittelbrink wurden einstimmig durchgewunken. Etwas Diskussionsbedarf bestand beim Punkt Grundschulplanung Lauenhagen. Neben Kritik an fehlender Förderung durch Bund und Land, kam die Frage auf, wo die Kinder während der Bauzeit unterrichtet werden sollten. Borschke erklärte, dass eine Sanierung in Anwesenheit der Kinder schwieriger sei, länger dauern würde und auch teurer werde. Man habe sich bereits die Containerlösung in Evesen angeschaut. Die Vergabe der nächsten Leistungen im Planungsverlauf wie auch der anschließende Punkt über einen Blühstreifen am Friedhof Lauenhagen wurden einstimmig beschlossen. Die TOP 10 bis 14 beschäftigten sich mit Anschaffungen für den neu gestalteten Samtgemeindebauhof. Für einen modernen Fuhrpark waren circa 300.000 Euro aufgerufen. Dafür sollen neben einem Trecker für 180.000 Euro weitere Fahrzeuge und Anhänger angeschafft werden. Die Ratsmitglieder begrüßten die Umstrukturierung des Bauhofes und stimmten ohne Gegenstimme für die Anschaffungen. Ernst Führing (CDU) konnte sich einen Seitenhieb auf die Gemeinde Wiedensahl nicht verkneifen. Unter Schmunzeln verwies er auf die Tatsache, dass sich die Gemeinde nicht an dem gemeinsamen Bauhof beteilige. Mit etwas Bauschmerzen eröffnete die Samtgemeindebürgermeisterin die Abstimmung über den Haushaltsplan 2024. Zunächst musste sie sich entschuldigen, weil in der Überschrift der Vorlage der Haushaltsplan für 2023 ausgewiesen war. Das allerdings war lediglich ein Fehlerteufel in der Überschrift. Der Haushaltsplan 2024 weist ein Defizit von circa 900.000 Euro auf, was nach Aussage von Kämmerer Martin Opfermann kein Beinbruch sei, da man über genügend Rücklagen verfüge. „Danach wird es eng“, stellte der Fachmann fest. Mit dem Hinweis darauf, dass Niedernwöhren ein Ausgabenproblem habe, stellten sich die Politiker die Aufgabe, festzustellen, wie 2025 Gelder eingespart werden könnten. Ernst Führing und Horst Peek (CDU) sparten nicht mit deutlicher Kritik an den Landtagspolitikern. Peek benannte die Antwort von Jan-Philipp Beck (SPD) auf seine Nachfrage zur Resolution der Kommunen als „Politikergeschwafel“. Ernst Führing stellte fest, dass die heimischen Landtagsabgeordneten die Samtgemeinde im Stich gelassen hätten und das schon seit Jahren. Nach dem „Dampfablassen“ wurde der Haushaltsplan ebenfalls einstimmig beschlossen. Mit der erneuten Ernennung von Heinz-Konrad Lübke zum Ortsbrandmeister für Hülshagen sowie Lukas Bulmahn zum Stellvertreter in Wiedensahl, konnte Samtgemeindebürgermeisterin Aileen Borschke die Sitzung nach etwas mehr als einer Stunde beenden.
Vertikaltuch-Akrobatik - fast wie die Profis. (Foto: ab)

Grundschulkinder als Zirkusartisten

Unter der Leitung von Zirkusdirektor Gregor Saborowski, einem Sohn Antoni und dem Mitarbeiter Abdul, wurden die Grundschüler bunt gemischt nach eigenen Wünschen in eine rote und eine grüne Gruppe aufgeteilt. In insgesamt acht Projektgruppen lernten und trainierten die jungen Teilnehmer eine Vielzahl von Kunststücken, die man teilweise auch in den großen Zirkusveranstaltungen bestaunen kann – alles kindgerecht und immer freiwillig. Am Mittwoch und Donnerstag wurde es dann ernst. 250 bis 300 Eltern füllten das Zirkuszelt hinter der Sporthalle bis auf den letzten Platz. Schulleiterin Jutta Roth hatte zusätzlich die Kindertagesstätte sowie die Tagespflege eingeladen. Stolz auf die Leistungen ihrer Kinder, geizten die Mütter und Väter nicht mit Applaus. Auf der Abschlussveranstaltung am Freitag, zeigten die Nachwuchsartisten nochmal ihr komplettes Können. Nacheinander traten alle Gruppen vor dem Lehrerkollegium und den Mitschülern auf. Von der Menschenpyramide, über Balanceakte, vom Fakir-Brett bis zur Vertikaltuch-Akrobatik, zeigten alle ihre gelernten Kunststücke. Als dann zum Bambusstock-Tanz der Hit „We will rock you“ von Queen erklang, tobte das Zelt und die Bänke vibrierten unter dem rhythmischen Klatschen und Trampeln. Im Gespräch mit dem Schaumburger Wochenblatt erklärte Schulleiterin Jutta Roth ihre pädagogischen Ziele: „Neben dem Spaß an der Sache, sollen die Kinder eigenständig etwas miteinander machen, sich nach ihren persönlichen Möglichkeiten einbringen, innerhalb der Gruppe zusammenarbeiten, einander helfen, Regeln einhalten und auch ihre Auftrittsangst bekämpfen!“ Ein besonderer Dank der Schulleiterin galt dem Förderverein. Dieser hatte die Kosten für alle Kinder übernommen. Für die Auftritte hatten die Eltern, wie bei einem großen Zirkus auch, Eintritt bezahlt. Jutta Roth blickte überaus zufrieden auf die Projektwoche zurück.
Nadine Völkening, wirbt stilecht für das Erntefest (Foto: ab)

Das ganze Dorf auf den Beinen

Das Dorffest an der Alten Schule startete am Freitagabend mit der Zeltfete und Musik vom Real Sound Project. Der Höhepunkt des traditionellen Erntefestes findet am Samstag, 9. September ab 14.00 Uhr statt. Dann startet der Umzug der über 20 festlich geschmückten Erntewagen. Einer der Haltepunkte ist beim neuen Erntebauern-Paar Eckhard und Elke Oetting. Sie folgen dem Erntebauernpaar 2022, Stefan und Nadine Bulmahn. Wenn der mehrstündige Umzug gegen 19.30 Uhr beendet ist, zieht das frischgebackene Erntebauern-Paar mit der Erntekrone ins Festzelt ein. Begleitet wird der Einzug von der Schaumburger Trachtenkapelle. Diese unterhält die Gäste ab 18.30 Uhr. Der Eintritt für die Abendveranstaltung, später wieder mit Musik von Real Sound Project, ist frei. Der Sonntag startet um 11.00 Uhr mit einem Gottesdienst, gefolgt von dem überaus beliebten Bürgerfrühstückt. Die Karten dazu waren unter anderem beim sogenannten „Toltern“ der Niedernwöhrener Dorfjugend verkauft worden. Cheforganisatorin Nadine Völkening hatte das Amt im vergangenen Jahr übernommen und hält große Stücke auf ihr Team. „Ohne die Unterstützung der Mitglieder des Arbeitskreises ist die Vorbereitung überhaupt nicht zu schaffen,“ betonte sie im Pressegespräch. Nach dem sonntäglichen Bürgerfrühstück ist Unterhaltung auch für die Kleinen gesorgt. Eine große Hüpfburg auf dem Gelände an der Alten Schule, „Water-Walking-Balls”, Tanzvorführungen und Livemusik stehen auf dem Programm. Auch für das leiblich Wohl am Nachmittag ist gesorgt.
Bei der Spendenübergabe in Niedernwöhren (v.l.n.r.): Michael Schwier, Markus Zimmermann (VRK), Katharina Schult (Pflegedienstleitung Diakonie), Horst Spier, Eric Liegau, Joachim Rockse (Kraftfahrer Diakonie im Fahrzeug), Timon Schorling (Geschäftsführer WK MedTec 2. v.r.). (Foto: ab)

Kaltplasma-Desinfektionsgerät für die Diakonie

Die Transportfahrzeuge der Diakoniestationen Niedernwöhren und Meerbeck müssen zukünftig nicht mehr von Hand desinfiziert werden. Eine sachgebundene Spende in Höhe von 1.000 Euro der Versicherer im Raum der Kirchen (VRK), vertreten durch den Agenturleiter Michael Schwier und Filialleiter Markus Zimmermann, ermöglichte der Diakonie Schaumburger Land nun, ein innovatives Desinfektionsgerät zu beschaffen. „PlasmoCar“ ist der Name des stilvoll wirkenden Gerätes und wurde von der Firma WK MedTec mit Sitz in Bückeburg, entwickelt. Das auf Basis von Kaltplasma arbeitende Gerät ist in der Lage, insbesondere die Innenräume von Fahrzeugen, von 99,99 Prozent der Viren, Keimen und Bakterien zu befreien (Angaben von WK MedTec). Für die Fahrer des Busses der Tagespflege erübrigt sich damit das ständige Reinigen der Innenräume mit Sprays und Tüchern. Die Wirkung des Gerätes überträgt sich sowohl auf die Atemluft, wie auch auf alle Oberflächen im Fahrzeug. Folgekosten im Betrieb entstehen für die Diakonie nicht, da das Kaltplasma-Desinfektionsgerät wartungsfrei funktioniert und über das Bordnetz des Transportfahrzeuges mit Strom versorgt wird. Mit einer symbolischen Scheckübergabe, wurde das Desinfektionsgerät durch Timon Schorling, Geschäftsführer der WK MedTec GmbH, an den Fahrdienst in Niedernwöhren übergeben und gleich eingebaut. Pflegedienstleiterin Katharina Schult dankte den Spendern und freute sich, ihren Gästen ein Stück mehr Schutz vor Infektionen bieten zu können.
north