(Niedernwöhren) | Schaumburger Wochenblatt

Samtgemeindebürgermeisterin Aileen Borschke ernennt Heinz-Konrad Lübke erneut zum Ehrenbeamten der Feuerwehr. (Foto: ab)

Haushaltsplan 2024 einstimmig beschlossen

Die 54. Sitzung des Samtgemeinderates Niedernwöhren fand in den frisch renovierten Räumen der „Lütgen Schule“ in Wiedensahl statt. Samtgemeindebürgermeisterin Aileen Borschke und die Ratsmitglieder fühlten sich sichtlich wohl im Ambiente der Wiedensahler Gemeindeverwaltung. Auf dem Papier stand den Politikern eine Mammutsitzung bevor. 18 Tagesordnungspunkte hatte die Verwaltung aufgerufen, unter anderem die Abstimmung über den Haushaltsplan 2024. Unter TOP 5 teilte Aileen Borschke zunächst mit, dass die Samtgemeinde an der Planung der neuen Stromtrassen Ostwest-Link und Rhein-Main-Link beteiligt sei. Der jeweils aktuelle Stand würde auf der Homepage veröffentlicht. Der Grunderwerb für das neu geplante Feuerwehrgerätehaus in Wiedensahl ist vollzogen. „Es geht voran!“ Dieselbe Bemerkung wählte Borschke im Zusammenhang mit der Sporthalle Lauenhagen. Diese sei nun abgerissen und man sei auf der Zielgeraden zum Bauantrag. „Man sieht nichts, aber wir sind dran“, schloss sie ihre Mitteilungen. Die Sanierung von zwei Samtgemeindeverbindungswegen in Wiedensahl und Mittelbrink wurden einstimmig durchgewunken. Etwas Diskussionsbedarf bestand beim Punkt Grundschulplanung Lauenhagen. Neben Kritik an fehlender Förderung durch Bund und Land, kam die Frage auf, wo die Kinder während der Bauzeit unterrichtet werden sollten. Borschke erklärte, dass eine Sanierung in Anwesenheit der Kinder schwieriger sei, länger dauern würde und auch teurer werde. Man habe sich bereits die Containerlösung in Evesen angeschaut. Die Vergabe der nächsten Leistungen im Planungsverlauf wie auch der anschließende Punkt über einen Blühstreifen am Friedhof Lauenhagen wurden einstimmig beschlossen. Die TOP 10 bis 14 beschäftigten sich mit Anschaffungen für den neu gestalteten Samtgemeindebauhof. Für einen modernen Fuhrpark waren circa 300.000 Euro aufgerufen. Dafür sollen neben einem Trecker für 180.000 Euro weitere Fahrzeuge und Anhänger angeschafft werden. Die Ratsmitglieder begrüßten die Umstrukturierung des Bauhofes und stimmten ohne Gegenstimme für die Anschaffungen. Ernst Führing (CDU) konnte sich einen Seitenhieb auf die Gemeinde Wiedensahl nicht verkneifen. Unter Schmunzeln verwies er auf die Tatsache, dass sich die Gemeinde nicht an dem gemeinsamen Bauhof beteilige. Mit etwas Bauschmerzen eröffnete die Samtgemeindebürgermeisterin die Abstimmung über den Haushaltsplan 2024. Zunächst musste sie sich entschuldigen, weil in der Überschrift der Vorlage der Haushaltsplan für 2023 ausgewiesen war. Das allerdings war lediglich ein Fehlerteufel in der Überschrift. Der Haushaltsplan 2024 weist ein Defizit von circa 900.000 Euro auf, was nach Aussage von Kämmerer Martin Opfermann kein Beinbruch sei, da man über genügend Rücklagen verfüge. „Danach wird es eng“, stellte der Fachmann fest. Mit dem Hinweis darauf, dass Niedernwöhren ein Ausgabenproblem habe, stellten sich die Politiker die Aufgabe, festzustellen, wie 2025 Gelder eingespart werden könnten. Ernst Führing und Horst Peek (CDU) sparten nicht mit deutlicher Kritik an den Landtagspolitikern. Peek benannte die Antwort von Jan-Philipp Beck (SPD) auf seine Nachfrage zur Resolution der Kommunen als „Politikergeschwafel“. Ernst Führing stellte fest, dass die heimischen Landtagsabgeordneten die Samtgemeinde im Stich gelassen hätten und das schon seit Jahren. Nach dem „Dampfablassen“ wurde der Haushaltsplan ebenfalls einstimmig beschlossen. Mit der erneuten Ernennung von Heinz-Konrad Lübke zum Ortsbrandmeister für Hülshagen sowie Lukas Bulmahn zum Stellvertreter in Wiedensahl, konnte Samtgemeindebürgermeisterin Aileen Borschke die Sitzung nach etwas mehr als einer Stunde beenden.
Samtgemeindebürgermeisterin Aileen Borschke ernennt Heinz-Konrad Lübke erneut zum Ehrenbeamten der Feuerwehr. (Foto: ab)

Haushaltsplan 2024 einstimmig beschlossen

Die 54. Sitzung des Samtgemeinderates Niedernwöhren fand in den frisch renovierten Räumen der „Lütgen Schule“ in Wiedensahl statt. Samtgemeindebürgermeisterin Aileen Borschke und die Ratsmitglieder fühlten sich sichtlich wohl im Ambiente der Wiedensahler Gemeindeverwaltung. Auf dem Papier stand den Politikern eine Mammutsitzung bevor. 18 Tagesordnungspunkte hatte die Verwaltung aufgerufen, unter anderem die Abstimmung über den Haushaltsplan 2024. Unter TOP 5 teilte Aileen Borschke zunächst mit, dass die Samtgemeinde an der Planung der neuen Stromtrassen Ostwest-Link und Rhein-Main-Link beteiligt sei. Der jeweils aktuelle Stand würde auf der Homepage veröffentlicht. Der Grunderwerb für das neu geplante Feuerwehrgerätehaus in Wiedensahl ist vollzogen. „Es geht voran!“ Dieselbe Bemerkung wählte Borschke im Zusammenhang mit der Sporthalle Lauenhagen. Diese sei nun abgerissen und man sei auf der Zielgeraden zum Bauantrag. „Man sieht nichts, aber wir sind dran“, schloss sie ihre Mitteilungen. Die Sanierung von zwei Samtgemeindeverbindungswegen in Wiedensahl und Mittelbrink wurden einstimmig durchgewunken. Etwas Diskussionsbedarf bestand beim Punkt Grundschulplanung Lauenhagen. Neben Kritik an fehlender Förderung durch Bund und Land, kam die Frage auf, wo die Kinder während der Bauzeit unterrichtet werden sollten. Borschke erklärte, dass eine Sanierung in Anwesenheit der Kinder schwieriger sei, länger dauern würde und auch teurer werde. Man habe sich bereits die Containerlösung in Evesen angeschaut. Die Vergabe der nächsten Leistungen im Planungsverlauf wie auch der anschließende Punkt über einen Blühstreifen am Friedhof Lauenhagen wurden einstimmig beschlossen. Die TOP 10 bis 14 beschäftigten sich mit Anschaffungen für den neu gestalteten Samtgemeindebauhof. Für einen modernen Fuhrpark waren circa 300.000 Euro aufgerufen. Dafür sollen neben einem Trecker für 180.000 Euro weitere Fahrzeuge und Anhänger angeschafft werden. Die Ratsmitglieder begrüßten die Umstrukturierung des Bauhofes und stimmten ohne Gegenstimme für die Anschaffungen. Ernst Führing (CDU) konnte sich einen Seitenhieb auf die Gemeinde Wiedensahl nicht verkneifen. Unter Schmunzeln verwies er auf die Tatsache, dass sich die Gemeinde nicht an dem gemeinsamen Bauhof beteilige. Mit etwas Bauschmerzen eröffnete die Samtgemeindebürgermeisterin die Abstimmung über den Haushaltsplan 2024. Zunächst musste sie sich entschuldigen, weil in der Überschrift der Vorlage der Haushaltsplan für 2023 ausgewiesen war. Das allerdings war lediglich ein Fehlerteufel in der Überschrift. Der Haushaltsplan 2024 weist ein Defizit von circa 900.000 Euro auf, was nach Aussage von Kämmerer Martin Opfermann kein Beinbruch sei, da man über genügend Rücklagen verfüge. „Danach wird es eng“, stellte der Fachmann fest. Mit dem Hinweis darauf, dass Niedernwöhren ein Ausgabenproblem habe, stellten sich die Politiker die Aufgabe, festzustellen, wie 2025 Gelder eingespart werden könnten. Ernst Führing und Horst Peek (CDU) sparten nicht mit deutlicher Kritik an den Landtagspolitikern. Peek benannte die Antwort von Jan-Philipp Beck (SPD) auf seine Nachfrage zur Resolution der Kommunen als „Politikergeschwafel“. Ernst Führing stellte fest, dass die heimischen Landtagsabgeordneten die Samtgemeinde im Stich gelassen hätten und das schon seit Jahren. Nach dem „Dampfablassen“ wurde der Haushaltsplan ebenfalls einstimmig beschlossen. Mit der erneuten Ernennung von Heinz-Konrad Lübke zum Ortsbrandmeister für Hülshagen sowie Lukas Bulmahn zum Stellvertreter in Wiedensahl, konnte Samtgemeindebürgermeisterin Aileen Borschke die Sitzung nach etwas mehr als einer Stunde beenden.
Sandsäcke für Rinteln werden in einem Lkw der Feuerwehr Nordsehl-Lauenhagen verladen. (Foto: ab)

Feuerwehr Niedernwöhren ist gut aufgestellt

Bereits 2011 hatten sich die Ortsfeuerwehren Meerbeck und Niedernwöhren für eine Fusion entschlossen, 2014 folgten die Brandschützer aus Nordsehl und Lauenhagen. Gemeindebrandmeister Gregor Zimmermann ist rückblickend froh, dass diese Entscheidungen so früh gefällt wurden. Unter dem Strich haben sich die Zusammenlegungen gelohnt, ist seine eindeutige Meinung. Diese Ansicht teilt der Ortsbrandmeister Nordsehl-Lauenhagen, Stephan Kliver. Erwartungsgemäß musste sich erst einmal alles etwas rütteln, insbesondere, als es um das Thema der Osterfeuer ging. Mit einem Shuttleverkehr in der ersten Zeit konnten auch letzte Zweifler beruhigt werden. Insgesamt verfügen die fünf Feuerwehren in der Samtgemeinde über 247 aktive Brandschützer, 90 davon sind Atemschutzträger. Verteilt sind die Aktiven auf die beiden Stützpunktwehren sowie auf die Ortsfeuerwehren mit Grundausstattung in Hülshagen, Pollhagen und Wiedensahl. Besonders freut sich der Gemeindebrandmeister, dass der Nachwuchs schon in den Startlöchern steht.
88 SpenderGedenken der VerstorbenenVolkstrauertag„Tonne talkt am Tresen“Badewonne lädt zum KlönschnackAusstellungÜber 40 Jahre leitende FunktionGeöffnetRadtour zum
RegionalgottesdienstFit für die ZukunftFeuerwehren
ziehen BilanzDRK verlegt Spende
Vertikaltuch-Akrobatik - fast wie die Profis. (Foto: ab)

Grundschulkinder als Zirkusartisten

Unter der Leitung von Zirkusdirektor Gregor Saborowski, einem Sohn Antoni und dem Mitarbeiter Abdul, wurden die Grundschüler bunt gemischt nach eigenen Wünschen in eine rote und eine grüne Gruppe aufgeteilt. In insgesamt acht Projektgruppen lernten und trainierten die jungen Teilnehmer eine Vielzahl von Kunststücken, die man teilweise auch in den großen Zirkusveranstaltungen bestaunen kann – alles kindgerecht und immer freiwillig. Am Mittwoch und Donnerstag wurde es dann ernst. 250 bis 300 Eltern füllten das Zirkuszelt hinter der Sporthalle bis auf den letzten Platz. Schulleiterin Jutta Roth hatte zusätzlich die Kindertagesstätte sowie die Tagespflege eingeladen. Stolz auf die Leistungen ihrer Kinder, geizten die Mütter und Väter nicht mit Applaus. Auf der Abschlussveranstaltung am Freitag, zeigten die Nachwuchsartisten nochmal ihr komplettes Können. Nacheinander traten alle Gruppen vor dem Lehrerkollegium und den Mitschülern auf. Von der Menschenpyramide, über Balanceakte, vom Fakir-Brett bis zur Vertikaltuch-Akrobatik, zeigten alle ihre gelernten Kunststücke. Als dann zum Bambusstock-Tanz der Hit „We will rock you“ von Queen erklang, tobte das Zelt und die Bänke vibrierten unter dem rhythmischen Klatschen und Trampeln. Im Gespräch mit dem Schaumburger Wochenblatt erklärte Schulleiterin Jutta Roth ihre pädagogischen Ziele: „Neben dem Spaß an der Sache, sollen die Kinder eigenständig etwas miteinander machen, sich nach ihren persönlichen Möglichkeiten einbringen, innerhalb der Gruppe zusammenarbeiten, einander helfen, Regeln einhalten und auch ihre Auftrittsangst bekämpfen!“ Ein besonderer Dank der Schulleiterin galt dem Förderverein. Dieser hatte die Kosten für alle Kinder übernommen. Für die Auftritte hatten die Eltern, wie bei einem großen Zirkus auch, Eintritt bezahlt. Jutta Roth blickte überaus zufrieden auf die Projektwoche zurück.
Nadine Völkening, wirbt stilecht für das Erntefest (Foto: ab)

Das ganze Dorf auf den Beinen

Das Dorffest an der Alten Schule startete am Freitagabend mit der Zeltfete und Musik vom Real Sound Project. Der Höhepunkt des traditionellen Erntefestes findet am Samstag, 9. September ab 14.00 Uhr statt. Dann startet der Umzug der über 20 festlich geschmückten Erntewagen. Einer der Haltepunkte ist beim neuen Erntebauern-Paar Eckhard und Elke Oetting. Sie folgen dem Erntebauernpaar 2022, Stefan und Nadine Bulmahn. Wenn der mehrstündige Umzug gegen 19.30 Uhr beendet ist, zieht das frischgebackene Erntebauern-Paar mit der Erntekrone ins Festzelt ein. Begleitet wird der Einzug von der Schaumburger Trachtenkapelle. Diese unterhält die Gäste ab 18.30 Uhr. Der Eintritt für die Abendveranstaltung, später wieder mit Musik von Real Sound Project, ist frei. Der Sonntag startet um 11.00 Uhr mit einem Gottesdienst, gefolgt von dem überaus beliebten Bürgerfrühstückt. Die Karten dazu waren unter anderem beim sogenannten „Toltern“ der Niedernwöhrener Dorfjugend verkauft worden. Cheforganisatorin Nadine Völkening hatte das Amt im vergangenen Jahr übernommen und hält große Stücke auf ihr Team. „Ohne die Unterstützung der Mitglieder des Arbeitskreises ist die Vorbereitung überhaupt nicht zu schaffen,“ betonte sie im Pressegespräch. Nach dem sonntäglichen Bürgerfrühstück ist Unterhaltung auch für die Kleinen gesorgt. Eine große Hüpfburg auf dem Gelände an der Alten Schule, „Water-Walking-Balls”, Tanzvorführungen und Livemusik stehen auf dem Programm. Auch für das leiblich Wohl am Nachmittag ist gesorgt.
Bei der Spendenübergabe in Niedernwöhren (v.l.n.r.): Michael Schwier, Markus Zimmermann (VRK), Katharina Schult (Pflegedienstleitung Diakonie), Horst Spier, Eric Liegau, Joachim Rockse (Kraftfahrer Diakonie im Fahrzeug), Timon Schorling (Geschäftsführer WK MedTec 2. v.r.). (Foto: ab)

Kaltplasma-Desinfektionsgerät für die Diakonie

Die Transportfahrzeuge der Diakoniestationen Niedernwöhren und Meerbeck müssen zukünftig nicht mehr von Hand desinfiziert werden. Eine sachgebundene Spende in Höhe von 1.000 Euro der Versicherer im Raum der Kirchen (VRK), vertreten durch den Agenturleiter Michael Schwier und Filialleiter Markus Zimmermann, ermöglichte der Diakonie Schaumburger Land nun, ein innovatives Desinfektionsgerät zu beschaffen. „PlasmoCar“ ist der Name des stilvoll wirkenden Gerätes und wurde von der Firma WK MedTec mit Sitz in Bückeburg, entwickelt. Das auf Basis von Kaltplasma arbeitende Gerät ist in der Lage, insbesondere die Innenräume von Fahrzeugen, von 99,99 Prozent der Viren, Keimen und Bakterien zu befreien (Angaben von WK MedTec). Für die Fahrer des Busses der Tagespflege erübrigt sich damit das ständige Reinigen der Innenräume mit Sprays und Tüchern. Die Wirkung des Gerätes überträgt sich sowohl auf die Atemluft, wie auch auf alle Oberflächen im Fahrzeug. Folgekosten im Betrieb entstehen für die Diakonie nicht, da das Kaltplasma-Desinfektionsgerät wartungsfrei funktioniert und über das Bordnetz des Transportfahrzeuges mit Strom versorgt wird. Mit einer symbolischen Scheckübergabe, wurde das Desinfektionsgerät durch Timon Schorling, Geschäftsführer der WK MedTec GmbH, an den Fahrdienst in Niedernwöhren übergeben und gleich eingebaut. Pflegedienstleiterin Katharina Schult dankte den Spendern und freute sich, ihren Gästen ein Stück mehr Schutz vor Infektionen bieten zu können.
Dietmar Hasemann (li.) und Thomas Bachmann werfen gemeinsam die erste Kugel. (Foto: ab)

Neue Boule-Bahn im „Hölterland“

Mit diesen Worten empfing der Ortsbürgermeister von Niedernwöhren, Thomas Bachmann, circa 50 begeisterte Boule-Spieler am Rande des Schaumburger Waldes. Bei traumhaftem Wetter konnten viele „Hölter“ – so nennen sich die Bewohner Niedernwöhrens zwischen dem Mittellandkanal und Wiedensahl- sowie eine Reihe weiterer Niedernwöhrener, die beiden Bahnen direkt neben der Schutzhütte in Beschlag nehmen. Einen besonderen Dank richtete der Bürgermeister an die Hölter. Sie hatten die Anlage komplett in Eigenleistung erstellt und wurden von der Gemeinde mit einem Zuschuss zum Material unterstütz. Seit 2014 ist ein Betrag für Bürger-Eigeninitiative im Haushalt eingestellt, ein Teil des Geldes wurde für dieses Projekt freigegeben. Mit einem Schmunzeln erklärte Thomas Bachmann, dass ein erheblicher Betrag für den Kauf und die Anpflanzung von vier großen Bäumen benötigt wurde. Direkt neben der Anlage beginnt der Schaumburger Wald, aber die vier Bäume mussten gepflanzt werden – eine Vorgabe des Landkreises. Freuen können sich die Besucher zukünftig jedoch über vier Obstbäume mit alten einheimischen Obstsorten. Den Dank des Bürgermeisters gab Dietmar Hasemann, Organisator des Projektes, direkt zurück und bezog sich dabei auf die tolle Unterstützung von Rat und Gemeinde. Das Engagement der Hölter zeigte sich unter anderem daran, dass zeitweise über ein Dutzend Helferinnen und Helfer am Bau beteiligt waren. Selbst das hochwertige Eichenholz für die Begrenzungen stellte ein Hölter für wenig Geld zur Verfügung. Die Boulebahnen stehen ab sofort jederfrau und jedermann zur Verfügung, betonte Hasemann, nicht nur den Bewohnern der Gemeinde. An der Schutzhütte ist zusätzlich eine Liste ausgelegt, in der man sich eine Bahn reservieren kann, wenn man zu einer bestimmten Zeit spielen möchte. Nachdem Bachmann und Hasemann gemeinsam die erste Kugel geworfen hatte, entspann sich ein reges Treiben mit Kugeln und „Schweinchen“, immer wieder unterbrochen von Pausen mit Bratwurst und erfrischenden Getränken.
„Dorfstraße in Wiedensahl” - Sonderausstellung im Wilhelm-Busch-Geburtshaus. (Foto: ab)

Wilhelm Busch Stiftung erbt berühmte Gemälde

„Für die Wilhelm-Busch-Stiftung Wiedensahl ist das nun erhaltene Vermächtnis des Urgroßneffen von Wilhelm Busch, Dr. Claus Raabe (1924 – 2021), ein besonderer Schatz“, schilderte Tina Maria Meyer vom Stiftungsvorstand den Empfang des Nachlasses. Besondere Aufmerksamkeit innerhalb der überlassenen Gemälde, gebührt dem Panorama-Gemälde „Dorfstraße in Wiedensahl“, einem für den als Schriftsteller bekannten Busch, sehr ungewöhnlich großen Werkes im Querformat 60 x 40 Zentimeter. Anschaulich schilderte Museumsleiterin Frauke Quurck die Geschichte des Ölgemäldes, welches sich bis zum Ableben des entfernten Verwandten Buschs in Familienbesitz befand. Erstmalig ausgestellt wurde das besondere Bild im Jahr 1908 in München. Anhand einer Reihe von sehr detailreich gefertigten Einzelheiten konnten ältere Wiedensahler den Entstehungsort an der heimischen Dorfstraße bestätigen. „Nach dem Tod von Wilhelm Busch bekam die kunstinteressierte Gesellschaft ein Bild von der Herkunft des zurückgezogen lebenden Humoristen. Das Motiv hing als Kunstdruck in vielen Wohnzimmern Wiedensahls über dem Sofa,“ erklärte Kuratorin Quurck. Neben der „Dorfstraße in Wiedensahl“ umfasst der Nachlass drei weitere kleinere Werke Buschs sowie ein Portrait. Die Öffnungszeiten im Wilhelm-Busch-Geburtshaus sind bis Oktober: Mittwoch – Sonntag von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Für die mit Fach- und Sachverstand von Frauke Quurck geführten Ausstellungsbesichtigungen sowie Begleitveranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen unter: www.wilhelm-busch-land.de , wilhelm-busch@wiedensahl.de sowie telefonisch unter 05726/388. Mit einem weiteren Highlight feiert der Förderverein Wilhelm Busch Wiedensahl e.V. am 15. April 2023 den 191. Geburtstag des „Max & Moritz – Erfinders“. Mit einer Theater-Uraufführung von Markus Veith und Thorsten Strunk mit dem Titel „Max & Moritz – Der alten Knaben letzter Streich“, erinnern die Protagonisten an den Unfug, den die Lausbuben fortwährend getrieben haben. Die Besucher werden überrascht von ihrem „Letzten Streich“. Für die um 20.00 Uhr beginnende Veranstaltung im Geburtshaus des Erfinders der beiden Strolche, ist eine Anmeldung unter: wilhelm-busch@wiedensahl oder per Telefon: 05726/388 möglich. Mit der Aussage „Wilhelm Busch ist Ehrensache!“ sucht der Verein weitere ehrenamtliche Unterstützer. Von handwerklich geschickten Menschen über Besitzer eines „grünen Daumens“, die Betreuung und Begleitung von Besuchern, bis zur Pflege der Auftritte in den sozialen Medien, sind weitere Unterstützer herzlich willkommen. Interessierte Menschen können sich direkt im Museum informieren.
Aileen Borschke an ihrem Arbeitsplatz. (Foto: ab)

Aileen Borschke – Bürgermeisterin der Samtgemeinde Niedernwöhren

Auch wenn nicht alle Projekte verwirklicht werden konnten, so freut sich die Verwaltungschefin besonders, dass am 12. Dezember die komplett neue Homepage der Samtgemeinde freigeschaltet werden konnte. Insbesondere mit Blick auf die Vorgaben des Online-Zugangs-Gesetzes ab dem 1. Januar, können damit alle fast 40 vorgegebenen Produkte online abgerufen werden. Besonders hob sie dabei die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Landkreis sowie den anderen Kommunen hervor. Eine Besonderheit verbindet dabei Niedernwöhren mit der Gemeinde Nienstädt. Durch eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit teilen sich die beiden Kommunen zukünftig die Bereiche „Kasse“ und „EDV“. Beide Verwaltungen können damit die Personalstellen einsparen, die sie durch Pensionierungen sonst neu besetzen müssten. Die Politik hatte dieses Projekt intensiv unterstützt. Ebenso erfreulich für Borschke war die Tatsache, dass eine Verwaltungs-Fachangestellte, die in Niedernwöhren ausgebildet wurde, fest eingestellt werden konnte. Große Themen im Jahr 2022 waren in Niedernwöhren die Sanierungsvorhaben der Sportstätten. Hier lief es leider nicht so gut. Der Antrag für eine 45-prozentige Förderung der geplanten 2,3 Millionen Euro für die Sporthallensanierung in Lauenhagen sei leider nicht berücksichtigt worden, so dass nun dringend erforderliche Arbeiten durch Reparaturen erledigt werden müssten. Ein Förderbescheid über 400.000 Euro für die Turnhalle in Niedernwöhren liege vor, das Problem besteht hier in dem baulichen Zusammenhang mit der Grundschule. Eine Herausforderung, die vermutlich alle Kommunen betrifft, ist der Anspruch auf Ganztagsbetreuung in den Grundschulen ab 2026. Vielerorts, so auch in ihrer Samtgemeinde, sei das nur mit Neubauten der in die Jahre gekommenen Schulgebäude zu gewährleisten. Für die Standorte Lauenhagen und Niedernwöhren würde das nach heutiger Berechnung ein Budget von über 20 Millionen Euro bedeuten. Trotz der hohen Summe müsse sie in die Planung eintreten, da man bei einer Bauzeit von 2 Jahren bereits 2024 damit beginnen müsse. „Wir sind dabei alternativlos“, stellt die Verwaltungschefin klar. Für das nächste Jahr ist ein Neubau für die Feuerwehr Wiedensahl geplant. Ein Gutachterausschuss für Grundstückswerte Hameln-Hannover ermittelt derzeit die Verkehrswerte. Ein Ergebnis soll Mitte 2023 vorliegen. Im Haushaltsentwurf der Samtgemeinde beläuft sich das Gesamtbudget auf circa 10,6 Millionen Euro, wobei in Fehlbetrag von etwa 1 Million Euro zu Buche schlägt – ein gutes Ergebnis, so Aileen Borschke. Ein abschließendes Lob richtete die Bürgermeisterin an den Rat und die Ausschüsse: „Die Zusammenarbeit war immer hervorragend!“
Ein im Dezember 2021 ausgelegter sichergestellter Giftköder (Foto: Polizei)

Giftköder in Pollhagen – Tatverdächtige ermittelt

Seit dem Frühjahr 2020 fanden Passanten, Spaziergänger und Hundebesitzer immer wieder Giftköder, zumeist ausgelegt am Straßenrand. Nur sehr viel Glück und extrem sensibilisierten Bewohnern beim Gassigehen mit ihren Tieren ist es zu verdanken, dass bis jetzt kein Tier dadurch getötet wurde. In einem Fall sorgte nur der schnelle Einsatz einer Tierärztin dafür, dass der Hund nach dem Fressen des Köders, überlebte. Am vergangenen Samstagabend gegen 20.00 Uhr, beobachtete ein 21-jähriger Stadthäger beim Befahren der Triftstraße in Pollhagen, dass aus einem vor ihm fahrenden Pkw etwas aus dem Fenster geworfen wurde. Er überprüfte den Gegenstand und kam sofort auf den Gedanken, dass es sich um einen Giftköder handeln könnte. Die umgehend alarmierte Polizei bestätigte seinen Verdacht. Durch das aufmerksame und umsichtige Verhalten des jungen Mannes konnte die Polizei ein Ermittlungsverfahren gegen eine 55-jährige Frau einleiten. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen den Ermittlungsbehörden insgesamt 61 Taten vor, die nahezu alle in Pollhagen, Lauenhagen oder in direkter Nähe begangen wurden. Nach Aussage von Nils-Holger Dreißig von der Staatsanwaltschaft Bückeburg, werden derzeit keine weiteren Einzelheiten zu der angezeigten Tat von Samstag, zum Stand der Ermittlungen bei den anderen Vorfällen oder zur Person der Tatverdächtigen veröffentlicht. All diese Fragen sind zurzeit Gegenstand der polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen. Die Bevölkerung in der Samtgemeinde Niedernwöhren hofft nun, dass die Reihe der Giftanschläge auf Hunde damit endet.
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