Im Landkreis Schaumburg sorgte ein gefährlicher Online-Trend für einen Einsatz von Rettungsdienst und Polizei. Ein minderjähriger Jugendlicher führte das sogenannte „Choking-Game” durch, bei dem die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn absichtlich eingeschränkt wird, um einen Rauschzustand zu erreichen. Dabei nahm er einen anderen Jugendlichen in einen Würgegriff, bis dieser das Bewusstsein verlor. Die alarmierten Rettungskräfte versorgten den Betroffenen umgehend und übergaben ihn anschließend in die Obhut seiner Eltern.
Die Polizei betont, dass solche Handlungen keineswegs harmlose Mutproben sind. Selbst wenn die betroffene Person einwilligt, ist dies rechtlich nicht möglich, da die gesundheitlichen Gefahren erheblich sind. Das Abschnüren der Blutzufuhr oder der Atemwege kann zu irreversiblen Hirnschäden oder sogar zum Tod führen. Die Ermittlungsbehörden leiten in solchen Fällen konsequent Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein.
Obwohl es sich bisher um Einzelfälle handelt, warnt die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg eindringlich vor den Gefahren solcher Trends. Eltern werden aufgefordert, mit ihren Kindern über die Risiken von Social-Media-Trends und Online-Challenges zu sprechen. Es ist wichtig, Jugendlichen klarzumachen, dass körperliche Übergriffe lebensgefährliche Konsequenzen haben können.
Eltern sollten ihre Kinder ermutigen, sich gegen Gruppenzwang zu wehren und mutig NEIN zu sagen, wenn Freunde zu gefährlichen Mutproben auffordern. Zudem wird empfohlen, die Mediennutzung der Kinder im Blick zu behalten und sich regelmäßig über aktuelle Trends auf Plattformen wie TikTok und Instagram zu informieren, um Risiken frühzeitig zu erkennen.