Die Gerüchteküche brodelte bereits, jetzt herrscht Klarheit: Die Revitalisierung des Rintelner Brückentors nimmt eine entscheidende Wendung. Architekt Wolfgang Hein (Büro „Vision 12“) bestätigte nun offiziell, dass die geplanten zwei Aufbaugeschosse auf dem Woolworth-Gebäudeteil gestrichen sind.
Wirtschaftlichkeit im Fokus
Der Grund für das Umplanen ist rein pragmatisch: Die vorhandene Bausubstanz spielt nicht mit. Laut Investor Thomas Schuster lässt die Statik des aktuellen Baukörpers eine Aufstockung ohne massive, unrentable Zusatzinvestitionen nicht zu. Die Konsequenz daraus: Keine neuen Wohnungen! Die begehrten Wohneinheiten in Top-Lage mit Weserblick entfallen also. Hotel bleibt im Turm: Das Hotel „Brückentor“ behält seine 22 Zimmer im Bestandsturm. Aufgrund der Zimmergrößen prüft Betreiberin Margit Krüger hier unter anderem auch alternative Konzepte wie „Long Stay“ Zimmer.
Upgrade für die Kapazität und Gastronomie
Trotz der abgespeckten Höhe wächst das Hotel an anderer Stelle: Durch neue Räumlichkeiten im vorhandenen ersten Obergeschoss (Ostseite der Plaza) steigt die Kapazität künftig auf insgesamt 58 Zimmer. Auch im Erdgeschoss des Baukörpers wird sich etwas tun. Es wird ein neues Plaza-Restaurant geben. Direkt neben der Volksbank ist eine Gastronomie geplant, in der möglicherweise auch das Hotelfrühstück angerichtet werden kann. Dazu gibt es noch Feinplanungen. Außerdem gibt es frischen Wind für die alte Pizzeria: Für die ehemaligen Räume des „Italia“ laufen bereits vielversprechende Vertragsverhandlungen. Schuster spricht von einem „echten Gewinn für Rinteln“ – geplant ist ein verlässliches gastronomisches Ganztageskonzept an 365 Tagen im Jahr.
Was bleibt gesetzt?
An einem Eckpfeiler wird nicht gerüttelt: Woolworth kehrt wie versprochen nach der Sanierung als Ankermieter in das Gebäude zurück. Auch wenn das Projekt nicht in die Höhe wächst, nimmt das neue Brückentor-Ensemble nun konkrete Formen an.