Die Tage werden schon wieder deutlich länger, aber es bleibt dunkel, kalt und trüb. Wenn es mit dem Winter los geht, dann kann man das Besondere der Jahreszeit noch genießen und immerhin gibt es da auch Weihnachten.
Jetzt ist auch Winter, aber Weihnachten schon lange vorbei. Oder doch nicht? Seit einigen Jahren dauert die erweiterte Weihnachtszeit in der evangelischen Kirche, wie auch in der katholischen, immer bis zum 2. Februar, Mariä Lichtmess oder wie es in der evangelischen Kirche heißt: Tag der Darstellung des Herrn.
Zu diesem Tag gehört die Geschichte, wie Jesus, wie es jüdischer Brauch ist, genau 40 Tage nach der Geburt in den Tempel gebracht wird, um dort ein Opfer zu bringen. Und da im Tempel wird das kleine Kind vom alten Simeon gesegnet und die Prophetin Hanna preist Gott für die Rettung, die mit diesem Kind geschieht. Maria selbst scheint da schon wieder das Wunder von Weihnachten vergessen zu haben, denn sie und Joseph wundern sich nur, über das, was gesagt wird.
Wir Menschen haben oft nur eine sehr kurze Erinnerungsspanne, wenn es um die Hoffnung geht.
Aber wenn schon keiner mehr an Weihnachten denkt, dann hängt in vielen Kirchen noch immer, als letzter Rest der Weihnachtszeit, ein Stern: Licht in der Dunkelheit. Auch bei mir zuhause bleibt dieser Stern auf dem Hof bis zum 2. Februar hängen.
Weihnachten feiern wir, dass Gottes Licht auch in die Dunkelheit scheint. Aber danach nimmt für viele die Dunkelheit wieder überhand. Dieser Stern bei mir auf dem Hof erinnert mich zumindest bis zum 2. Februar daran, dass die Zusage weiter gilt, dass Gottes Licht auch in der Dunkelheit scheint. Gott hat mit seinen Zusagen einen langen Atem. Und den darf unsere Hoffnung auch haben. Bei aller Dunkelheit - die Hoffnung soll doch bleiben- gerade in diesem Jahr, das unsere Hoffnungsfähigkeit so sehr auf die Probe stellt.