Axel Wohlgemuth hat die Stichwahl um das Bürgermeisteramt gewonnen. Der CDU-Politiker und bisherige Amtsinhaber erhielt 3813 Stimmen und damit 54,12 Prozent. Seine Herausforderin Sandra Schauer-Bolte von der SPD kam auf 3232 Stimmen beziehungsweise 45,88 Prozent. Am Ende lag Wohlgemuth mit 581 Stimmen vorn. Schon im ersten Wahlgang zwei Wochen zuvor hatte er die meisten Stimmen auf sich vereinigt.
Für Wohlgemuth ist das Ergebnis eine Bestätigung seiner bisherigen Arbeit. In den vergangenen Jahren hat er als Verwaltungschef etliche Vorhaben angestoßen; im Wahlkampf hat er weitere Ziele formuliert, wie es weitergehen muss. Mit seiner Wiederwahl kann er diesen Kurs fortsetzen. Zugleich wächst die Erwartung, dass aus Ankündigungen konkrete Ergebnisse werden. Ob sich die Vorhaben verwirklichen lassen, wird auch von der finanziellen Lage der Stadt und den Entscheidungen des Rates abhängen.
Die Aufgaben sind erheblich. Bückeburgs Schulden wachsen, während wichtige Investitionen nicht beliebig aufgeschoben werden können, wie es die Verwaltung sieht. Verwaltung und Politik müssen deshalb weiterhin Prioritäten setzen: Wo lässt sich sparen, und wofür muss die Stadt dennoch Geld in die Hand nehmen? Solche Abwägungen dürften die neue Amtszeit prägen.
Hinzu kommt die Zusammenarbeit im Rat. Bei unterschiedlichen politischen Positionen werden Beschlüsse nicht immer leicht zu erreichen sein. Wohlgemuth muss dafür werben, Kompromisse ausloten und dafür sorgen, dass Entscheidungen trotz möglicher Differenzen zustande kommen. Seine Rolle als „Vermittler” dürfte damit noch wichtig werden.
An der Stichwahl beteiligten sich 7076 der 15.911 Wahlberechtigten. Die Wahlbeteiligung lag bei 44,47 Prozent. Gezählt wurden 7045 gültige und 31 ungültige Stimmen.
Bei uns in Bückeburg passiert gerade richtig viel. Ganz oben stehen für mich die Sanierung unsere Grundschulen und der Ganztag. Wir haben viel auf den Weg gebracht – jetzt sollen unsere Kinder und Familien es auch spüren.