Reinhold Lüthen dankte als Schulleiter dem DRK und der Barmer Ersatzkasse, die die Ausbildung der Schulsanitäter förderten. „Es vergeht kaum eine Pause, in der nicht einer unserer kleineren Schülerinnen und Schüler mit einer kleinen Blessur ins Sekretariat kommt”, so Lüthen, der jetzt eine kompetente Sanitätspatrouille während der Pausen auf dem Schulhof zur Verfügung hat.
Jährliche Auffrischungslehrgänge sollen dabei die Einsatzfähigkeit der Mädchen und Jungen aus den neunten und zehnten Klassen stärken. Koordiniert wird der Einsatz der Sanitäter durch den Kooperationslehrer Lars Barkhausen und seiner AG Schulsanitätsdienst: „Immer zwei Schulsanitäterinnen haben einen vorher festgelegten „Dienst” und bekommen ein Handy, mit dem sie vom Sekretariat aus alarmiert werden können”, so der Lehrer, der das Engagement der Schülerinnen und Schüler auch würdigen will: „Es wird einen entsprechenden Eintrag in die Zeugnisse geben!”
Doch auch in der Prävention sehen die ausgebildeten Ersthelfer ihre Aufgaben. So sollen sie Gefahrenpotentiale in der Schule entdecken und verringern helfen. Sie kümmern sich eigenverantwortlich um ihr Erste-Hilfe-Material und sorgen auch auf Schulfesten für eine ständige Erste-Hilfe-Bereitschaft.
An bundesdeutschen Schulen ereignen sich jedes Jahr mehr als eine Million Schulunfälle. Oft sind die ersten Minuten entscheidend für den Erfolg der Hilfeleistung. Aus diesem Grund wurden die Schulsanitäter eingeführt, von denen es 2.500 bundesweit gibt; in Niedersachsen waren es bis vor wenigen Wochen noch 250, jetzt sind zehn „Neue” dazu gekommen.
Den neuen Schulsanis macht ihre Aufgabe sichtlich Spaß und die Motivation dazu ist durchgängig gleich: „Wir helfen gerne anderen Menschen!”
Für Elke Klos vom Kreis-JRK auch eine Chance, Nachwuchs für ihre Organisation anzuwerben: „Vielleicht sehen wir ja den einen oder die andere Schulsanitäterin bei einem unserer JRK-Treffen wieder!”
Die langjährige Erfahrung mit Schulsanitätern zeige, so Klos, dass die Zahl der Unfälle an Schulen mit solchen Diensten rückläufig sei. Foto: ste