Die Gruppe war bei ihrer Vorstellung in der Jakobi-Kirche nicht nur partiell mit historischen Instrumenten ausgerüstet, sondern auch zeitgemäß kostümiert. Die Darsteller spielten, sangen und tanzten Werke unter anderem von Brade, Simpson und Dowland. In der von der Volkshochschule organisierten Veranstaltung wurde das Publikum zwischendurch auch über Details informiert. Dabei wurde deutlich, dass die Tänze der Renaissance längst verschollen wären, wenn es nicht einige schriftliche Aufzeichnungen aus jener Zeit gegeben hätte - beispielsweise notiert auf der Rückseite einer wertvollen Chronik oder 1505 auf der leeren Buchanfangsseite einer lateinischen Enzyklopädie, die ein Engländer für die Beschreinung von „20 Basses dances” verwendete. Später gab es dann auch richtige Tanzbücher. Die bekanntesten, von Arbeau, Caroso und Negri, spiegeln auch den Geist der Zeit, Benimmregeln sowie Kriterien für die Ästhetik des höfischen Tanzes wider, die zum Teil bis heute gültig sind. Foto: km