Als Grund für diesen „...kräftigen Schluck aus der Pulle”, wie Frühmark selbst sagte, standen nicht nur die neuen Hallennutzungsgebühren Pate: „Wir müssen versuchen, unsere Vereinsrücklagen wieder im Rahmen der Gemeinnützigkeit aufzubauen, haben eine Preissteigerung bei der Beschaffung von Sportgeräten zu verkraften, müssen mehr Abgaben für Sozialversicherungen bezahlen und wollen einen Beitrag zur Erhaltung der Motivation unserer ehrenamtlich Tätigen leisten”, so Frühmark, der auch Vergleiche zu anderen Vereinen gleicher Größe und sportlichen Ausrichtung zog: „Und dabei sehen auch unsere neuen Beiträge noch gut aus!”
Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz stellte sich offensiv der Kritik an den von der Stadt ab Januar 2011 erhobenen Hallennutzungsgebühren: „Wir haben in den zurückliegenden Jahren rund eine Millionen Euro an Hallennutzungsgebühren an den Kreis gezahlt und ich bitte herzlich, die Proteste nicht gegen die Stadt zu richten, sondern auch einmal an den Rechnungssteller Landkreis Schaumburg heranzutreten”, verteidigte Buchholz die Entscheidung des Rates zur Gebührenerhebung.
Der Ehrenvorsitzende des KSB Schaumburg, Friedrich Meier, nahm dem VTR-Vorstand die Angst vor einer Massenflucht von Mitgliedern: „Die gute Arbeit in den Vereinen scheint den Mitgliedern auch einen höheren Beitrag Wert zu sein”, so Meier, der dieses Phänomen in anderen Schaumburger Vereinen sah, die bereits mit Hallengebühren belastet werden.
Was den VTR-Vorsitzenden, der sich mit seiner Kritik an der Stadt bewusst moderat gab, allerdings ärgerte war die Tatsache, dass die rund 40.000 Euro, die die Stadt an Gebühren erwartet, den Haushalt nicht sanieren, den Sportvereinen aber massiv Probleme bereiten: „Wir werden jetzt natürlich genau hinschauen, wo die Stadt noch spart”, kratzte er die Theorie des „Sonderopfers Sport” erneut an.