In der Geschichte der Architektur des Altertums gibt es - außer bei den Pyramiden von Giza - kaum ein Bauwerk, um welches sich
ein solch dichtes Mythenwerk rankt wie um den Turm von Babylon.
Im ersten Teil des Vortrages werden die antiken Quellen (Altes Testament, babylonische Bau-Urkunden, bildliche Darstellungen)
herangezogen, um die äußere Gestalt des Bauwerks zu rekonstruieren. Im Anschluss daran soll das „Greifbare”, die
gewaltigen architektonischen Reste, aber auch die Grabungsgeschichte (Koldewey) detailliert dargestellt und schließlich die Frage erörtert werden, welcher kultischen Funktion das Bauwerk diente und welche Aussage hinter der (biblischen) Strafe Gottes - der Sprachverwirrung - steht.
Abschließend will der Referent klären, wie man sich die Einbettung des Riesenbauwerkes in das Umfeld der Hauptstadt der antiken Welt - Babylon - mit den hängenden Gärten der Semiramis und dem Ischtartor vorstellen kann. -
Die Veranstaltung im VHS-Gebäude an der Klosterstraße 26 beginnt um 19.30 Uhr. Im Eintrittspreis von acht Euro ist auch ein Begrüßungsgetränk enthalten.