Anlass für die Kampagne ist die Verabschiedung der Kinderrechtskonvention bei den Vereinten Nationen vor 20 Jahren, am 20. November 1989. Deutschland ist der Konvention zwar erst 1992 beigetreten, hat die darin formulierten Kinderrechte jedoch bisher nicht ins Grundgesetz übernommen. Mit den Unterschriften sollen die Verantwortlichen in der Politik dazu bewegt werden, diesen Schritt endlich zu vollziehen. Vertreter vom „Aktionsbündnis Kinderrechte” gehen davon aus, dass die Verankerung von Rechten im Grundgesetz die Stellung sowohl von Kindern als auch von Eltern in Deutschland deutlich stärken würde. Gerichte, Behörden und die Politik müssten sich dann bei allen Entscheidungen am Wohl des Kindes orientieren. „Dabei geht es nicht darum, Eltern und Kinder gegeneinander auszuspielen,” stellte Petra Rabbe-Hartinger, Vorsitzende des Rintelner Kinderschutzbundes, heraus. Ziel sei es vielmehr, die Verantwortung sowohl der Eltern als auch des Staates für das Wohl der Kinder deutlicher zu machen. -
Im Internet gibt es unter der Adresse „www.kinderrechte-ins-grundgesetz.de” weitere Informationen zu der Kampagne. Dort kann man auch online seine Stimme für die Aktion abgeben.