Neuhäuser begründet seinen Antrag damit, dass beim Transport eines Schwerstverletzten von den Rintelner Ortsteilen diie Transportdauer zu dem geplanten neuen Klinikum in Vehlen so groß ist, dass der Patient aufgrund der Zeitspanne in vielen Fällen tot sein wird. „Bei solchen Menschen zählt jede Sekunde”, so Neuhäuser. Diese „Fernkomponente” des geplanten Klinikneubaus in Vehlen - sowohl bei Herzinfarkten als auch bei Schlaganfällen - rechtfertige unproblematisch die Aufrechterhaltung einer sogenannten „Intensiv Care Unit” mit mindestens fünf Betten am Standort Rinteln. Das gelte umso mehr, als der Landkreis nach Zeitungsberichten plane, die Versorgung mit erfahrenen Notärzten zu Gunsten besser ausgebildeter Rettungssanitäter zurückzufahren, schreibt Neuhäuser in einer Pressemeldung. Der WGS sei durchaus bewusst, so Neuhäuser, dass eine derartige Einrichtung mit Sach- und Personalkosten verbunden ist. „Die WGS ist für dieses Thema aber von Notärzten sensibilisiert worden, die eben die erhöhte Mortalitätsrate aufgrund Zeitverlustes kommen sehen. Angesichts eines solchen Risikos kann die Kostenfrage nicht entscheidend sein, wenn man bedenkt, wofür der Landkreis schon alles Geld ausgegeben hat”, schreibt Neuhäuser. Eine „Lebenswelt Rinteln” sei sicherlich sinniger als eine „Erlebniswelt Renaissance”, merkt der WGS-Mann an.