Am Wochenende brennen die Osterfeuer. Was für die Besucher ein schöner Frühjahrs-Brauch ist, kann für viele Tiere zur Todesfalle werden. Die Holzhaufen sind schon seit Wochen aufgestapelt und stellen einen geeigneten Zufluchtsort dar: etwa für Igel, Kröten oder Lurche. Im Frühjahr bieten die Haufen ebenfalls Schutz bei der Aufzucht der Jungtiere. Vögel haben aufgrund der milden Witterung bereits mit dem Nestbau begonnen. Naturschützer empfehlen, Rücksicht zu nehmen und das Brennmaterial erst kurz vorher aufzustapeln oder bereits aufgeschichtetes Material noch einmal umzuschichten. Nach Paragraph 35 des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes ist es sogar verboten, wild lebende Tiere unnötig zu verletzen oder zu töten. Doch genau das passiert beim unvorsichtigen Abbrennen länger gelagerten Brennhaufen: Etliche Tiere sterben einen qualvollen Tod, weil sie bei Gefahr kein Fluchtverhalten zeigen, sondern an ihrem Platz verharren. Mit ein wenig Verständnis wird der Frühling für viele Mitbewohner in den Gärten nicht zu einem „bösen Erwachen”.