Nach einem Rückblick mit lobenden Worten für die wirtschaftspolitischen Verdienste von Walter Hirche, der viele Jahre FDP Wirtschaftsminister in Niedersachsen war, nannte Liersch die wirtschaftspolitischen Ziele. Man wolle fortsetzen, was sich bewährt habe, eine konsequente Weiterentwicklung von Technologie, Bildung und Qualifizierung. „Wir wollen Wachstum, Konsolidierung der Finanzen und keine Steuererhöhungen”, so sein Credo für die Zukunft Niedersachsens. Deutschland als Exportweltmeister - das reiche nicht, um die Zukunft zu bewältigen. Es komme darauf an, unter Einbeziehung aller Chancen und Möglichkeiten, die Niedersachsen von der Küstenregion bis hinunter in den Harz biete, alle Kräfte zu mobilisieren. „Nur so können wir unser Ziel erreichen, vom derzeitigen 6. Platz bis 2020 auf den 3. Platz in der Bundesrepublik zu gelangen und bereits in 2017 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen!” Liersch nannte mehrere Themenfelder, die man konsequent angehen müsse: Die Weiterentwicklung an der Nordseeküste mit den Schwerpunkten Logistik, Häfen, Verkehrsanbindungen und Offshorewindparks werde für Investoren zunehmend interessant. Auch die Ernährungswirtschaft habe für Niedersachsen weiterhin große Bedeutung und ergänze die Technologieentwicklung im Lande. Besonders erfolgreich habe sich der Tourismus entwickelt - hier seien Wachstumsraten zu erwarten. Darüber hinaus brauche man eine enge Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft durch Netzwerke. Nach wie vor bedeutsam sei auch die Flugzeugindustrie mit den Zulieferbetrieben. Sorgen mache ihm der zunehmende Fachkräftemangel, dem man mit einer besseren Arbeitsmarktpolitik begegnen müsse. Hier sei dringender Handlungsbedarf gegeben. Ein erster Schritt könne die Durchlässigkeit und die intensivere Zusammenarbeit von Hochschulen und berufsbildenden Schulen sein.
Nach einer anschließenden Diskussion dankte der Vorsitzende Paul-E. Mense dem Staatssekretär Dr. Liersch mit einem guten Tropfen Wein. Foto: privat