Schaumburger Wochenblatt
  1. Der Umzug ins Altenheim

    Die Entscheidung war schwer, nicht der Abschied

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    Seit drei Jahren wohnt Bärbel Rückner im Altenheim. Die heute 70-Jährige hat sich gut eingelebt, fühlt sich zu Hause und genießt die Vorzüge, die dieser Umzug mit sich brachte. Leicht fiel ihr die Entscheidung nicht, ihre schöne Wohnung und die vertraute Umgebung zu verlassen, in der ihre beiden Söhne aufgewachsen sind. Ein Umzug ins Heim ist immer mit dem Eingeständnis verbunden, aus Krankheitsgründen Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen. Bärbel Rückner war schwer krank, hatte mehrere Operationen überstanden, quälte sich durch die Chemotherapie. Die Patientin hat nach der Reha zwar versucht, mit Unterstützung durch einen Pflegedienst zu Hause wieder Tritt zu fassen. Doch dafür war sie noch zu schwach. Früher durchstreifte sie auf dem Fahrrad ihren Stadtteil und erledigte auch ihre Einkäufe mit dem Zweirad. "Im Straßenverkehr fühlte ich mich aber zunehmend unsicher", erzählt die Seniorin. Auch das Treppensteigen in ihre Wohnung in den zweiten Stock ohne Fahrstuhl und das Kochen entwickelten sich zur täglichen Herausforderung. Irgendwann wurde ihr klar, dass ein Umzug in eine Seniorenwohnanlage eine ernsthafte Option sein könnte. "Als ich mich dann entschieden hatte, kam ich mit dem Abschied gut zurecht. Ich habe das gut verkraftet", versichert sie lächelnd. Im Altenheim habe sie Lebensqualität dazugewonnen, sagt sie heute. Ihr gemütliches Apartment, mit Ausblick auf den Kirchturm gegenüber, verfügt über eine barrierefreie Dusche und Balkon. Auch für ihren Lieblingssessel hat sie einen schönen Platz gefunden. Eine Küche benötigt Bärbel Rückner nicht, da sie die Mahlzeiten gemeinsam mit ihren Mitbewohnern einnimmt. Ihrer Arthrose tut die Wassergymnastik im hauseigenen Schwimmbad gut. Bei schönem Wetter genießt sie Spaziergänge durch den Park nebenan oder unternimmt Ausflüge mit einer Bekannten. Aber auch die Freizeitangebote direkt im Altenheim sprechen sie an. Regelmäßig nimmt sie an der Sturzprävention teil oder spielt im Nachtcafé Gesellschaftsspiele. Darüber hinaus hilft Bärbel Rückner nachmittags im Café, wo sie für die Mitbewohner Kaffee ausschenkt und Kuchen serviert. Ihre positive Bilanz nach drei Jahren lautet: "Ich fühle mich hier im Haus sehr wohl. Wenn ich etwas brauche, bekomme ich es. Alles andere versuche ich selbst zu machen. Foto: Umsorgt wohnen

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