Im Spielkreis von St. Marien gehören Denkarbeit und Gespräche bei Kaffee und Kuchen zusammen
Neue Spiele kennenlernen, ein bisschen knobeln und zwischendurch über Gott und die Welt sprechen: Beim Spielkreis im Gemeindehaus St. Marien in Bückeburg gehört das alles zusammen. An jedem ersten und dritten Montag im Monat trifft sich die Runde von 15 bis 17 Uhr zum gemeinsamen Spielen. Dabei geht es nicht allein darum, wer am Ende gewinnt. Mindestens genauso wichtig ist die Gemeinschaft – und die Freude daran, einen Nachmittag miteinander zu verbringen.
Gerade beim Thema Lebensfreude im Alter lohnt sich der Blick auf solche Begegnungen. Es muss nicht immer der große Ausflug oder ein aufwendiges Freizeitprogramm sein. Manchmal reichen ein Gesellschaftsspiel, eine Tasse Kaffee und Menschen, mit denen man gern zusammensitzt. Der Spielkreis bietet dafür einen regelmäßigen Anlass: raus aus dem Alltag, hinein in eine gesellige Runde.
Zum Dazulernen ist niemand zu alt
Eine Erkenntnis bringen die Treffen dabei immer wieder mit sich: Man ist nie zu alt, um etwas dazuzulernen. Aktuell spielen die Damen besonders gern „Qwirkle“. Eine Teilnehmerin hatte das Spiel mitgebracht, inzwischen steht es fast jedes Mal auf dem Programm. Die Runde beschreibt es als eine Art kniffligere Domino-Variante, bei der Farben und Formen statt Zahlen im Mittelpunkt stehen.
Neue Regeln verstehen, Möglichkeiten abwägen und die nächsten Züge überlegen: Ein wenig Denkarbeit gehört zum Nachmittag dazu. Doch niemand muss schon alles können. Die Freude am Ausprobieren zählt – und gemeinsam lässt sich auch ein bislang unbekanntes Spiel entdecken.
Eine lockere Runde statt eines festen Spielplans
Neben neuen Entdeckungen kommen auch Klassiker auf den Tisch, beispielsweise Kartenspiele. Rommé stand ebenfalls schon auf dem Programm. Nur ein bekanntes Brettspiel hat es in dieser Runde offenbar schwer: Fans von „Mensch ärgere Dich nicht“ gebe es hier nicht, erzählt Ursula Grzebyta lachend.
Sie hatte die Idee für die Spielegruppe. Wichtig ist ihr, dass diese sich als lockerer Zusammenschluss versteht und nicht auf ein bestimmtes Spiel festlegt. Anders als bei manchen anderen Gruppen, in denen sich feste Spielrunden etabliert hätten, möchte man in St. Marien bewusst offen bleiben. Jeder darf Wünsche und eigene Spiele mitbringen. Weitere Mitspieler, die Lust auf diese Mischung aus Vertrautem und Neuem haben, sind willkommen.
Zeit zum Klönen gehört dazu
Doch der Spielkreis ist mehr als eine Gelegenheit, Karten auszulegen oder Spielzüge zu planen. Bei Kaffee, Keksen und Kuchen lässt es sich gemütlich klönen. Das Spielen bringt die Menschen an einen Tisch; das Erzählen und Zuhören macht den Nachmittag ebenso aus.
Darin liegt ein Stück Lebensfreude: gemeinsam etwas unternehmen, sich auf neue Gedanken einlassen und Zeit miteinander teilen. Der Spielkreis schafft dafür einen festen Platz im Kalender – ohne großes Drumherum, dafür mit Gesellschaft und Gelegenheit zum Austausch.
Offen für alle – unabhängig von der Religion
Die Treffen finden zwar im katholischen Gemeindehaus St. Marien statt, doch eine Kirchenzugehörigkeit ist keine Voraussetzung. Einige Teilnehmende sind auch in der Gemeinde aktiv, andere kommen einfach aus Freude am gemeinsamen Spielen. Im Mittelpunkt steht das Miteinander, nicht die Konfession. Dass bislang nur Frauen zur Runde gehören, ist Zufall: Männer sind ebenso willkommen. Der Spielkreis freut sich über neue Gesichter jeden Alters – unabhängig von Religion oder kirchlicher Bindung.
Die Treffen finden an jedem ersten und dritten Montag im Monat von 15 bis 17 Uhr im Gemeindehaus St. Marien am Oberwallweg in Bückeburg statt. Wer Lust auf Gesellschaftsspiele und einen geselligen Nachmittag hat, ist herzlich eingeladen, vorbeizuschauen. Weitere Informationen zur Kirchengemeinde und ihren Angeboten gibt es auf deren Internetseite. (www.stmarien-bueckeburg.de).