Ab Mitte Januar 2026 erhalten junge Deutsche des Jahrgangs 2008 die ersten Schreiben der Bundeswehr mit einem QR-Code für die Online-Bereitschaftserklärung. Die Versandaktion läuft zentral über Meldeamtsdaten und richtet sich monatlich an rund 54.000 Personen. Männer sind zur Beantwortung des Fragebogens verpflichtet, Frauen können freiwillig teilnehmen. Wer dem nicht nachkommt, riskiert Bußgelder.
Der Fragebogen erfasst persönliche Daten, Ausbildungsstand, Beruf und Dienstbereitschaft – etwa Interesse an Heer oder Luftwaffe sowie Einstiegszeitpunkt. Ziel ist es, motivierte Kandidaten für freiwilligen Wehrdienst zu finden. Ab 2027 folgt für Interessierte eine Musterung in Karrierecentern wie in Hannover; wohnortnahe Beratungsstellen ergänzen das Netz später.

Umfrageergebnisse: Starke Mehrheit dafür

In unserer Leserumfrage zum neuen Wehrdienst auf umfrage-schaumburg.de/wehrdienst spricht sich eine klare Mehrheit für den neuen Wehrdienst aus. Von rund 250 Teilnehmern aus der Schaumburg-Region sprechen sich 65 Prozent für den neuen Wehrdienst aus, der freiwillig ist, aber für Männer eine Fragebogenpflicht vorsieht. 28 Prozent lehnen das Modell ab, 7 Prozent bleiben neutral. Um die Antworten besser einordnen zu können:
57 Prozent der Befragten haben noch keinen Brief der Bundeswehr für den Jahrgang 2008 erhalten, 33 Prozent sind nicht betroffen, 8 Prozent erwarten ihn bald und 2 Prozent wurden oder werden angeschrieben, haben ihn aber ignoriert oder das vor.
37 Prozent würden definitiv mitmachen oder ihr Kind ermutigen, den Wehrdienst anzutreten. 35 Prozent lehnen das strikt ab, 21 Prozent überlegen es je nach Bereich und 7 Prozent lassen es von Dauer und Konditionen abhängen. Als stärkstes Pro-Argument nennen 50 Prozent Disziplin und Struktur, 25 Prozent ein anderes Argument, 17 Prozent Ausbildung und Jobchancen, 6 Prozent Patriotismus und 2 Prozent Kameradschaft. Als größtes Gegenargument sehen 54 Prozent das Risiko und mögliche Einsätze, 29 Prozent den Verlust von Freiheit, 12 Prozent fehlende Motivation und 25 Prozent ein anderes Argument.
64 Prozent fordern übrigens, dass auch Frauen genauso verpflichtet werden sollten wie Männer, 28 Prozent sprechen sich dagegen aus und 8 Prozent bleiben unklar.