Die Stadt Rodenberg hat neue Pächter für das Restaurant im historischen Ratskeller gefunden. Elisabeth Kirschen und ihr Ehemann Avraam Papadopoulos planen, den Ratskeller am 1. November wieder zu eröffnen. Die erfahrenen Gastronomen werden in dem bekannten Lokal Gerichte der griechisch-mediterranen sowie der deutschen Küche anbieten.
„Wir freuen uns auf den Start“, erklärte Elisabeth Kirschen lächelnd nach der Unterschrift des Pachtvertrages. Seit dem Frühsommer 2026 ist der Ratskeller geschlossen. Bürgermeister Ralf Sassmann und Stadtdirektor Dr. Thomas Wolf betonten im Pressegespräch, dass sie froh seien, relativ schnell einen neuen Pächter gefunden zu haben. Avraam Papadopoulos habe früh sein Interesse für das Restaurant bekundet, wie Thomas Wolf erklärte. Man habe noch mit weiteren Interessenten gesprochen. Nun habe man vor der Frage gestanden, ob eine weitere Ausschreibung sinnvoll sei. Avraam Papadopoulos habe den Fraktionsvorsitzenden des Rates jedoch in der letzten Woche sein Konzept vorgestellt und diese offenbar überzeugt. So kam es nun zur Unterschrift des Pachtvertrages, am 1. November soll das Restaurant wieder eröffnet werden. Bürgermeister Ralf Sassmann betonte, dass er sich freue, dass junge, aber erfahrene Gastronomen hier nun Verantwortung übernehmen würden.

Einst Restaurant in Bad Nenndorf

Die neuen Ratskellerpächter dürften manchem ihrer zukünftigen Gäste noch aus Bad Nenndorf aus dem Restaurant Akropolis bekannt sein. Dieses übernahmen sie von Avraam Papadopoulos Eltern und Onkel und betrieben es von 2008 bis 2017. Anschließend waren sie in Griechenland in der Gastronomie aktiv, bevor es zurück nach Deutschland ging. Der jüngere Sohn Stavros kann seine Schullaufbahn nun in Schaumburg starten.
Um das ihnen vorschwebende gastronomische Konzept umzusetzen, sei der Ratskeller gut geeignet, wie Avraam Papadopoulos erklärte. Griechische, mediterrane und auch deutsche Gerichte sollen nach der Wiedereröffnung auf den Tisch kommen. Zum Speisen á la Carte kommt der Saalbetrieb für Feierlichkeiten verschiedenster Art.

Auch klassisch deutsche Gerichte

Martin Schellhaus, stellvertretender Stadtdirektor erklärte, dass der Auftakt im November gute Startbedingungen biete. Veranstaltungen wie der Martini-Markt oder der Komitee-Ball würden die Chance auf hohe Auslastung sowie die Möglichkeit eröffnen, gleich viele Gäste zu überzeugen. Dies unterstrichen auch Elisabeth Kirschen und Avraam Papadopoulos. Sie würden sich schon auf Reservierungen für die Weihnachtszeit einrichten. Saisonal werde das Team immer wieder deutsche Spezialitäten wie Grünkohl und Bregenwurst oder Spargelgerichte anbieten. Die Karte werde sich angepasst an die Nachfrage der Kunden entwickeln. Vor allem im Zusammenspiel mit Verwandten werde man als Familienbetrieb die Gäste im Ratskeller verwöhnen. Bei größeren Veranstaltungen kämen dann weitere Kräfte hinzu.

Mittagstisch geplant

Bewusst hätten sie sich dafür entschieden, am Montag zu öffnen, wie das Pächterpaar erklärte. Hiermit wolle man eine gewisse Lücke füllen, schließlich sei in Schaumburg in vielen Restaurants der Montag der Ruhetag. Dies werde im Ratskeller stattdessen der Dienstag. Für Donnerstag, Freitag, Sonnabend und Sonntag ist jeweils ein Mittagstisch geplant. Montag, Mittwoch und Donnerstag ist dann wieder die Öffnungszeit von 17.30 Uhr bis 22 Uhr vorgesehen, von Freitag bis Sonntag von 17.30 Uhr bis open end.
Martin Schellhaus und Jürgen Bock, im Verwaltungsteam Leiter Liegenschaften, erklärten, dass es Ziel sei, im kommenden Jahr eine Klimaanlage im Ratskeller zu installieren, um auch im Hochsommer einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen.
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