Anfang März ist auf dem Parkplatz hinter der Sparkassen-Geschäftsstelle am Marktplatz ein kleines Provisorium zum neuen Mittelpunkt des Bankalltags geworden: In einem Container, kaum größer als eine normale Wohnung, arbeiten Olaf Dierking und sein Team seit einigen Wochen weiter, während nebenan das eigentliche Sparkassengebäude für mehrere Millionen Euro rundum erneuert wird. Auf rund 96 Quadratmetern ist jetzt alles untergebracht, was es für den laufenden Betrieb braucht: Schreibtische, Beratungsplätze, Akten – und sogar die Geldautomaten sind mit umgezogen.
Das alte Gebäude wird „auf links gedreht”
„Am Anfang gab es schon Bedenken wegen der Enge“, sagt Dierking, Leiter der Geschäftsstelle, und schmunzelt. Die Kolleginnen und Kollegen hätten sich gefragt, ob das auf Dauer nicht zu viel werden könnte, wenn plötzlich alles so dicht beieinander ist. „Aber das hat sich schnell gelegt“, erzählt er. Schon aus früheren Sanierungsphasen wisse er, dass Teams unter solchen Bedingungen eher zusammenrücken – das schweiße zusammen. Wege sind kürzer, Absprachen direkter, vieles wird „zwischen Tür und Angel“ geklärt.
Während draußen nun nach und nach Baufahrzeuge anrücken und Handwerker die Fassade einrüsten, läuft im Container der Alltag weiter: Kontoeröffnungen, Beratungstermine, Bargeldversorgung, auch spontane Nachfragen zwischendurch. Das alte Gebäude wird nun auf links gedreht.
Für die Kunden bleiben die Öffnungszeiten unverändert, der gewohnte Service steht trotz Großbaustelle zur Verfügung – nur der Eingang hat sich verlagert, ein paar Schritte weiter über den Parkplatz, der Weg ist ausgeschildert. Je nach Bauphase werden allerdings noch die Parkplätze am „alten” Haus gesperrt, dann sollte man zum Parkplatz „Hinter dem Graben” ausweichen, wo auch der Sparkassen-Container platziert wurde. Viele Stammkunden nehmen das gelassen, manche sind neugierig und lassen sich von den Mitarbeitern erklären, wie das fertige Gebäude einmal aussehen soll.
Dierking sieht die Übergangslösung deshalb nicht nur als notwendiges Provisorium, sondern auch als Chance. „Man merkt, wie sehr wir als Team an einem Strang ziehen“, sagt er. Alle freuen sich aber dennoch schon darauf, in gut einem Jahr in die modernisierte Geschäftsstelle mit neuer Fassade, energieeffizienter Technik und zeitgemäßen Beratungsräumen umzuziehen.