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Versteckt bis zum 7. März - Torsten Richter am neuen BMW IX3. (Foto: ab)

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Am 7. März 2025 um 10.00 Uhr lüftet BMW-Filialleiter Torsten Richter die silbrig glänzende Plane und präsentiert das erste Modell der „Neuen Klasse“. Der BMW IX3 ist das erste Fahrzeug einer komplett neuen Generation von E-Fahrzeugen, schildert Torsten Richter. „Das Fahrzeug ist absoluter Benchmark in technischer Hinsicht und auch Leasingrate und Verkaufspreis sind tolle Angebote“, schwärmt Richter kurz vor der Präsentation. Eingeladen für den 7. März hat Becker-Tiemann alle Kunden, die ihre E-Mail hinterlegt haben. „Wir begrüßen aber auch unsere zukünftigen BMW-Kunden herzlich in unserem modernisierten Showroom im „Retail-Next-Stil“, lädt der Filialleiter alle Interessierten von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr ein. Noch vor der öffentlichen Präsentation hat er mit seinen Verkäufern etwa 20 neue IX3 verkauft, zwei sind sogar bereits angeliefert und befinden sich in den Firmenräumen. Neue Kunden müssen sich bis 2027 gedulden, bis sie ihre Bestellung in Empfang nehmen können. Allein mit den technischen Daten kann der bayrische Autohersteller begeistern: Akku-Leistung 108,7 KWh netto Kapazität, ausreichend für über 800 Kilometer (nach WLTP), Ladeleistung bis 400 KW, womit nach 10 Minuten bereits 350 zusätzliche Kilometer geladen sind. Als Highlight gilt die Möglichkeit des bidirektionalen Ladens (Vehicle to Home V2H). Mit der entsprechenden Wallbox (z.B. BMW Wallbox Professional), kann das Fahrzeug als Stromspeicher für eine PV-Anlage genutzt werden und das komplette Haus mit günstigem Strom versorgen. Am 7. März wird PV-Spezialist Dieter Ahrens über die Vorteile einer PV-Anlage beraten. Für das leibliche Wohl bietet das Team von Torsten Richter Getränke und Pizza vom „Il Porto“-Foodtruck gegen einen kleinen Obolus an.
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Bergmanns Plauderecke

Die Wortkombination „Denk mal!“ wie auch das Substantiv „Denkmal“ haben es mir irgendwie angetan. Mit der Aufforderung „Denk mal“ wird ja grundsätzlich die oder der Gegenüber zu einer Geistesleistung aufgefordert. Durch das „mal“ hinter dem Imperativ (die Befehlsform), wird dieser etwas freundlicher und steht kurz vor der Ergänzung mit „Bitte“. Zurzeit lesen und hören wir sehr viel über künstliche Intelligenz (KI). In vielen Situationen, von der ganz kleinen Begebenheit in meinem Alltag, bis hin zu den Taten und Worten von vermutlich größenwahnsinnigen Herrschern, Kriegsverbrechern und selbstverliebten Politikern, die tagtäglich die Medien beherrschen, wünsche ich mir jeden Tag, dass vielmehr natürliche Intelligenz zum Einsatz kommt – der Welt würde es ein Stück besser gehen – da bin ich mir sicher. Die Zusammensetzung der beiden Wörter wird erstmalig in den Schriften von Martin Luther (1483 – 1546) nachgewiesen und von ihm als Gedächtnisstütze erklärt. Dieser Definition schließt sich auch das Lexikon der Kunst an. Nach einer Definition des Wortes Denkmal im „Duden“, des Grundpfeilers der deutschen Sprache, ist es eine:“… zum Gedächtnis an eine Person oder ein Ereignis errichtete, größere plastische Darstellung (manchmal sogar als Monument). Aber auch:“ … ein erhaltenes [Kunst]werk, das für eine frühere Kultur Zeugnis ablegt, u.a. ein Baudenkmal.“ Im Hinblick auf die Erinnerungskultur ist wohl der Öffentlichkeitsfaktor und die Dauerhaftigkeit von Belang. Beinahe hätte ich es vergessen. An einer Stelle biete ich doch immer etwas „Thekenwissen“ an. Hier ist es: Der bereits zitierte Duden hält beide Pluralformen für Denkmal, die Denkmale und die Denkmäler für richtig! Den Tag des offenen Denkmals gibt es seit 1993 und der nächste findet am 8. September 2024 statt. In Deutschland gibt es nach einer Schätzung der Bundesregierung etwa 1,3 Millionen Kulturdenkmäler, circa ein Drittel davon sind mindestens sanierungsbedürftig, wenn nicht sogar bereits darüber hinaus. Schön finde ich auch die Definition von Denkmal im Staatslexikon. Hier wird es unter anderem als „Überrestquelle“ bezeichnet. Warum ich mich so intensiv damit beschäftigt habe, werden sich mittlerweile einige unserer Leser fragen. Ein Gebäude, von dem ich der Ansicht bin, es fällt genau in die verschiedenen Definitionen, ist die sogenannte Kohlenkirche an der Stadthäger Halde Georgschacht. „Denk mal“, möchte ich am Liebsten sagen. Bereits seit dem frühen 16. Jahrhundert wurde in und um Stadthagen herum Kohle gefördert. In den Jahren 1902 bis 1905 entstand am Georgschacht ein imposantes Gebäude im üppigen Jugendstil. In dem Komplex, der aufgrund seiner quasi sakralen Bauweise schnell den Namen „Kohlenkirche“ erhielt, waren Zeche, Waschkaue und die Verwaltung untergebracht. Ich zitiere aus dem Denkmalatlas (!) Niedersachsen:“ Die Erhaltung des Zechenhauses des Bergwerks Georgschacht liegt wegen seiner geschichtlichen Bedeutung… sowie aufgrund seiner individuellen Bedeutung für die Bau- und Kunstgeschichte im öffentlichen Interesse. „Schau mal an“ oder: „Denk mal!“ möchte ich am liebsten rufen. An dieser Stelle einmal ein paar absolut vergleichbare Beispiele von erhaltenen Baudenkmälern aus Niedersachsen. Der Kegelwasserturm in Ilsede, die Kugelbake in Cuxhaven (Grenze zwischen Nordsee und Elbe), der Wasserturm von Hasbergen, der Alte Kran von Lüneburg und der Hafenkran in Stade. Überall hier wurden Denkmale geschaffen. Der alte Wasserturm am Georgschacht existiert übrigens schon geraume Zeit nicht mehr. Der restliche Gebäudekomplex mit dem markanten Turm wird wohl noch im November der Abrissbirne zum Opfer fallen. Die Initiativen von engagierten Privatleuten reichten nicht, um genügend Geld für den Erhalt zumindest eines kleinen Teils – beispielsweise des Turms – aufzubringen. Das öffentliche Interesse, siehe Denkmalatlas Niedersachsen, endet beim städtischen Budget. Mal schauen, was aus dem schönen Gedanken „Von der Kohle zur Sonne“, noch bleibt, wenn denn dann, irgendwann einmal, eine Entscheidung über eine der größten Freiflächen-PV-Anlagen Norddeutschlands auf dem Georgschacht gefällt wird. „Denk(t) mal!“
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