In der Bückeburger Innenstadt, an der Straße „Am Oberstenhof“, hat ein Baumpfleger ein Gespinstnest des Eichenprozessionsspinners entdeckt. Die Stadt reagierte prompt und beauftragte eine Fachfirma, die das Nest am morgigen Donnerstag, den 11. Juni 2026, entfernen wird.
Bis dahin bleibt der Bereich gesperrt, um die Bevölkerung vor den gesundheitlichen Risiken zu schützen, die von den Brennhaaren der Raupen ausgehen.
Diese mikroskopisch kleinen Brennhaare enthalten ein Nesselgift, das bei Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten starke Reizungen, Augenentzündungen und Atembeschwerden hervorrufen kann. In schweren Fällen drohen allergische Schockreaktionen. Auch Haustiere wie Hunde sind gefährdet.
Die Stadt Bückeburg appelliert an die Bürger, befallene Eichen weiträumig zu meiden und weder Gespinstnester noch Raupen zu berühren. Eltern sollten besonders darauf achten, dass Kinder und Haustiere von den betroffenen Bäumen fernbleiben. Bei auftretenden Hautreizungen oder Atembeschwerden sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden.
Verdächtige Nester können über die städtische Kontaktadresse gemeldet werden: rathaus@bueckeburg.de. Da eine Verwechslung mit der harmlosen Gespinnstmotte möglich ist, empfiehlt die Stadt, sich vor einer Meldung über die Unterschiede zu informieren, um Fehlalarme zu vermeiden.
Der Eichenprozessionsspinner, ein Falter, dessen Raupen in langen Reihen an Eichenstämmen wandern und dichte, watteartige Nester bilden, breitet sich seit einigen Jahren zunehmend auch in Norddeutschland aus. Die Stadt Bückeburg bleibt wachsam und wird bei weiteren Funden schnell handeln.