Keine Personalsorgen hat SG-Coach, wenn er am Sonntag mit seiner jungen Mannschaft nach Nordhorn reist. Der Gegner erwies sich in den letzten Jahren besonders in eigener Halle als absolute Macht und schloss in den letzten Jahren eine Saison nie schlechter als mit dem vierten Tabellenplatz ab. Die Mannschaft legt viel Wert auf eine gute Verteidigungsarbeit. Die 2:1:2-Zone, die die Mannschaft bevorzugt spielt, wird von der umsichtigen Abwehrchefin Lena Bonitzki hervorragend dirigiert. Für jede gegnerische Mannschaft ist es sehr schwer, in die SV-Zone einzudringen und ans Brett zu gelangen. Da sollten die Distanzwerferinnen der SG schon ein lockeres Händchen mitbringen, denn gegen eine so kompakte Zone bekommt man immer wieder freie Würfe von Außen. Ein weiteres Mittel sollte das Fast-Break Spiel über Jehona Alija sein. Schnellangriffe, ehe sich die Abwehrzone aufgestellt hat könnten leichte Punkte bringen. Aber auch im Angriff hat der Gastgeber viele Möglichkeiten. Mit Marisa Günther inszeniert die vielleicht beste Aufbauspielerin der Liga die Angriffe der Heimmannschaft. Zudem ist sie immer wieder einmal für 20 und mehr Punkte gut. Entlastet wird Günther immer wieder von Tanja Welzel. Und diese Spielerin sollte die SG möglichst nicht frei an der Dreierlinie stehen lassen. Sie trifft aus dieser Distanz sehr sicher. Dass die SG hoch konzentriert in ihr erstes Oberligaspiel gehen wird, kann man wohl erwarten. Die Mannschaft sollte möglichst schnell jeden Respekt ablegen und auf ihre eigenen Stärken vertrauen. Unter den Brettern ist da immerhin eine Vanessa Jackson, die ohne Zweifel auch im Oberhaus eine gute Rolle spielen wird. Wird sie von den Aufbauspielerinnen Jelena Jurisic, Julia Büsking und Merle Fischer gut in Position gebracht, kann auch sie zweistellig punkten. Das kann auch Jehona Alija, aber nur, wenn das Fast-Break-Spiel funktioniert. Gespannt ist man in Rusbend auch, ob der steile Formanstieg von Aglaja Busch anhalten wird. Sie hat die nötige Robustheit, auch mal eine enge Zone ins Wanken zu bringen.