Schaumburger Wochenblatt
  1. Frauen und Mädchen in der Not unterstützen

    Förderverein für Beratungszentrum BASTA hofft auf Spenden und Beitritte

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    LANDKREIS (bb). Der Förderverein des Mädchen- und Frauenberatungszentrums BASTA beginnt nach Abschluss der Gründungsphase verstärkt um weitere Mitglieder und Spenden zu werben. Die Finanzierung der Beratungsstelle durch öffentliche Zuwendung unterliegt Schwankungen, zudem ist es Ziel, durch die Zuschüsse des Fördervereins zusätzliche Projekte zu ermöglichen. Dagmar Behrens, Vorsitzende des Fördervereins, betonte im Pressegespräch, dass die Beratungsstelle durch ein zunehmendes Arbeitsvolumen gefordert werde, die öffentlichen Zuwendungen mit dieser Entwicklung jedoch kaum mithalten würden. Das Team von BASTA ist in einem breiten Feld aktiv. Es steht als Fachberatungsstelle bei sexueller Gewalt und sexuellem Missbrauch betroffenen Frauen und Mädchen bei. Darüber hinaus unterstützt BASTA Fachkräfte in Schulen, Kindergärten sowie im sozialen und Gesundheitsbereich zu diesem Themenfeld. Hinzu kommt die Beratung in Gewalt- und Krisensituationen bei häuslicher Gewalt sowie bei Ängsten, Depressionen, Essstörungen und ähnlichen Krisen. Zudem bildet die Beratungsstelle Fachkräfte fort, organisiert Präventionsveranstaltungen gemeinsam mit verschiedenen Einrichtungen und erstellt Schutzkonzepte beispielsweise für Schulen. Finanziert wird die Tätigkeit über Zuschüsse des Landes Niedersachsen, des Landkreises und der Städte und Samtgemeinden Schaumburgs. Die Beiträge der Gemeinden würden allerdings jährlich neu im Haushalt festgelegt und so auch je nach Kassenlage schwanken, wie Birgit Baron vom BASTA-Team festhielt. Vor diesem Hintergrund sei der Förderverein im vergangenen September gegründet worden, um unter anderem solche Schwankungen ausgleichen zu können und die Finanzierung des bestehenden Personalstellen-Standes halten zu können, wie Dagmar Behrens ergänzte. Nicht selten wäre auch eine noch engmaschigere Betreuung von Frauen und Mädchen in ihrer Notlage wichtig, wie Baron mit ihren Kolleginnen Claudia Walderbach und Kirstin Lusga ausführte. Dazu wären weitere personelle Ressourcen nötig. Ebenso wie zur Inangriffnahme neuer Projekte, die bereits in den Schubladen von BASTA liegen. Dazu zähle der Aufbau einer Online-Beratung, die eine wichtige Ergänzung wäre, um insbesondere Mädchen und junge Frauen zu erreichen. Therapeutisches Boxen, ein Gruppenraum, der Umzug in andere Räumlichkeiten stehen ebenfalls auf der Liste. Nach der Gründungs- und Formierungsphase habe die Corona-Krise verhindert, den Förderverein wie geplant auf der Regionalschau vorzustellen. Nun wolle der Vorstand verstärkt in die Öffentlichkeit gehen, um über die bisher elf Mitglieder hinaus weitere hinzuzugewinnen. Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen können Basta dabei unterstützen, sich weiterhin für Mädchen und Frauen einzusetzen. Die Mitgliedschaft ist für Privatpersonen ab einem Mitgliedsbeitrag von 1 Euro möglich, für Unternehmen oder andere Organisationen ab 5 Euro. Ebenso wichtig sind Spenden. "Auch männliche Mitglieder sind gern gesehen", hob Dagmar Behrens hervor. Interessierte erhalten Auskünfte unter 05721/91048 oder foerderverein-basta-stadthagen@gmx.de.Foto: bb

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