Eine große Menschenkette durch die Bückeburger Niederung soll am Sonntag, 17. Mai, dem Widerstand gegen den Neubau einer ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke durch die Region sichtbaren Ausdruck verleihen. Die Initiative zu der Kundgebung nahe des von dem Trassenneubau akut und unmittelbar bedrohten historischen Rethofs war von Meinsen-Warbers Ortsbürgermeister Andreas Paul Schöniger ausgegangen, der die Aktion auch angemeldet hat und zusammen mit der Stadt Bückeburg federführend organisiert. Konkret unterstützt wird das Vorhaben von Bückeburgs Bürgermeister Axel Wohlgemuth und allen im Rat der Stadt vertretenen Parteien, außerdem von den Bürgerinitiativen Bigtab und Widuland, dem Nabu und dem Förderverein Bückeburger Niederung.
„Die aktuellen Planungen bedrohen die Bückeburger Niederung, unsere Ortschaften und unseren Lebensraum. Jetzt ist der Moment, sichtbar zu werden und gemeinsam Haltung zu zeigen“, heißt es in dem von Andreas Paul Schöniger formulierten Aufruf. „Darum rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Initiativen und politischen Vertreter auf: Kommt zur Kundgebung und werdet Teil unserer Bewegung!“ Mit der Menschenkette werde auf friedliche Weise eine klare Botschaft an die Deutsche Bahn und das Bundesverkehrsministerium geschickt: „Die Bahn kommt hier nicht durch.“ Die Kundgebung lebe von der Beteiligung vieler, so der Meinsen-Warberaner Ortsbürgermeister: „Bringt Familie, Freunde und Nachbarn mit. Besonders die junge Generation ist gefragt – es geht um unsere gemeinsame Zukunft.“
Die aktuellen Planungen bedrohen die Bückeburger Niederung, unsere Ortschaften und unseren Lebensraum. Jetzt ist der Moment, sichtbar zu werden und gemeinsam Haltung zu zeigen.
Auch Bückeburgs Bürgermeister Axel Wohlgemuth wünscht sich eine starke Teilnahme seitens der Bevölkerung: „Ich freue mich auf viele Menschen aus der Region, die gemeinsam mit uns ein sichtbares Zeichen für unsere Heimat setzen. Für einen Bahnausbau mit uns - nicht gegen uns! Unser Angebot steht: Bestandsausbau vor Neubau!”
Ich freue mich auf viele Menschen aus der Region, die gemeinsam mit uns ein sichtbares Zeichen für unsere Heimat setzen. Für einen Bahnausbau mit uns - nicht gegen uns! Unser Angebot steht: Bestandsausbau vor Neubau!
Ein besonderer Fokus liegt seitens der Organisatoren in der Einbindung von gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen aller Art, wie zum Beispiel Sportvereinen, Schulen oder Kindergärten. Einen besonderen Appell zur Teilnahme richten sie an die Vertreter der Landwirtschaft. Ihre Existenzgrundlage sei durch die Planungen der Deutschen Bahn für eine ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke durch Schaumburg und Ostwestfalen elementar bedroht. Ebenso aufgerufen zur Teilnahme werden die Träger von Erntefesten, also Dorfjugenden und Trachtengruppen. Auch ihre dörfliche Heimat stehe mit der ICE-Neubaustrecke auf dem Spiel.
Als zeitlicher Rahmen für die Veranstaltung am Sonntag, 17. Mai, ist 13 Uhr bis 16.30 Uhr geplant. Die eigentliche Menschenkette soll von 14.40 Uhr bis 15.20 Uhr Gestalt annehmen und sich ab Retholzstraße über den asphaltierten Fuß- und Radweg nach Norden Richtung Meinsen erstrecken. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich zum Austausch und geselligen Ausklang in der „Schraub-Bar“ auf dem Kronenwerke-Gelände zu treffen.
Der Veranstaltungsort der Kundgebung ist die Retholzstraße zwischen Scheie und Rethof. Die Veranstalter bitten alle Teilnehmer, weiträumig zu parken und zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Menschenkette zu kommen. Parkmöglichkeiten bestehen unter anderem in Scheie am Dorfgemeinschaftshaus, in Meinsen am Friedhof und in Bückeburg am Bahnhof, auf dem Kronenwerkegelände sowie in der Kornmasch an den Fußballplätzen.