Die Bewohner der Samtgemeinde Rodenberg sehen ihr Umfeld bei der Notfall- und Krankenhausversorgung nicht besonders gut aufgestellt. Besser als im Gesamtgebiet schützen sie die Verfügbarkeit von Haus- und Facharztterminen ein. Als wichtigste Themen für die Entscheidung bei den Kommunalwahlen im September geben die Teilnehmer am Heimatcheck aus der Samtgemeinde die Felder „Wohnen- und Stadt- beziehungsweise Dorfentwicklung“ sowie „Wirtschaft und Zukunft (Arbeitsplätze Standortentwicklung)“ an (siehe Grafik).
Bei der Themennennung ergibt sich eine deutliche Parallele zu den Ergebnissen im Gesamt-Befragungsgebiet Schaumburg und Wunstorf. „Wohnen und Stadtentwicklung“ sowie „Wirtschaft und Zukunft“ setzen die Teilnehmer dort ebenso an die Spitze der für sie entscheidenden Themen für die Kommunalwahl. In den schriftlichen Kommentaren der Teilnehmer aus der Samtgemeinde kommt mehrfach die Sorge um Arbeitsplatzverlust und Unternehmensinsolvenzen zum Ausdruck. Das „Zusammenhalt und Demokratie“ sowie „Sicherheit und Alltag“ auf den vorderen Plätzen landen, ist ebenfalls keine Besonderheit der Samtgemeinde Rodenberg.

Teilnehmer sehen Notfallversorgung kritisch

Auffällig ist die Abweichung vom Gesamtergebnis bei der Frage nach dem Ist-Zustand im Bereich der Notfall/-Krankenhausversorgung unter den Teilnehmern am Heimatcheck in der Samtgemeinde Rodenberg. Hier empfinden lediglich 28 Prozent die Versorgung als „gut erreichbar und zuverlässig“. Im Gesamtgebiet liegt das Ergebnis bei dieser Frage bei 47 Prozent, ein guter Wert. Für diese Einschätzung in der Samtgemeinde spielt vermutlich derselbe Effekt eine Rolle wie in den Samtgemeinden in ähnlicher Lage. Mit der Zentralisierung der Krankenhäuser in einem neuen Klinikum bei Obernkirchen ist für die Rodenberger und Lauenauer das nächste Krankenhaus und die nächste Notaufnahme „weiter weggerückt“. Ähnliche Abstimmungsergebnisse zeigen sich beim „Heimatcheck“ auch in den Gebieten in ähnlicher räumlicher Lage zum Klinikum. „Neues Krankenhaus, da bisherige Krankenhäuser echt schwer zu erreichen sind“ oder „Ein Krankenhaus an der A2“ sind denn auch Kommentare, die von Teilnehmern aus der Samtgemeinde als für sie wichtige Verbesserungsmöglichkeiten genannt werden.

Mangel bei Pflegeangeboten

Bei der Frage nach der Verfügbarkeit von Terminen bei Haus- und Fachärzten sehen 36 Prozent der Teilnehmer in der Samtgemeinde Rodenberg eine befriedigende Situation. Dies liegt um sechs Prozentpunkte über dem Ergebnis im Gesamtgebiet. Bei den Pflegeangeboten sehen die Einwohner der Samtgemeinde offenbar noch einiges an Entwicklungspotential, dies liegt jedoch voll auf der Linie des Gesamtgebietes. Nur fünf Prozent der Teilnehmer stimmen der Aussage zu, dass die Region genug gegen den Fachkräftemangel in Gesundheit und Pflege tut. Auch dies entspricht nahezu der Einschätzung im Gesamtgebiet.

Zuverlässige Internetverbindung

Die Zuverlässigkeit von Internet und Mobilfunk werden mit 58 Prozent Zustimmung im Raum Rodenberg als positiv wahrgenommen. Luft nach oben sehen die Bewohner bei der Digitalisierung von Behördengängen. Hier sehen nur 13 Prozent der Teilnehmer in der Samtgemeinde Rodenberg eine zufriedenstellende Situation, das sind noch einige Prozentpunkte weniger als im Gesamtgebiet (20 Prozent). Bei der Frage „Verwaltung und Service sind in der Region gut erreichbar und reagieren zügig“ stimmen unter den Teilnehmern der Samtgemeinde Rodenberg 37 Prozent zu, dies deckt sich nahezu mit dem Gesamtergebnis (39 Prozent). Die Zustimmung von 20 Prozent zur Frage, ob Entscheidungen und Vorhaben der Kommune transparent kommuniziert werden, liegt in der Samtgemeinde Rodenberg exakt auf dem Niveau im Gesamtgebiet.

Hohes Interesse an der Wahl

Beim Thema Tourismus ergeben sich in der Samtgemeinde keine großen Abweichungen von der Gesamtregion. Das Angebot an Freizeit- und Ausflugsangeboten schätzen 46 Prozent der Teilnehmer in der Samtgemeinde Rodenberg als attraktiv ein, im Gesamtgebiet sind das mit 58 Prozent rund 10 Prozentpunkte mehr. Die Landesgartenschau in Bad Nenndorf wird als Stärkung für die Region eingeschätzt (58 Prozent).
Rund 74 Prozent der Befragten geben in der Samtgemeinde an, sich wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich an der Wahl zu beteiligen. Mit rund drei Vierteln der Teilnehmer zeigt sich hier ein hohes Interesse. Dies entspricht auch dem Bild, das sich im Gesamtgebiet zeigt (78 Prozent).